093 Ich bin doch nur die Oma… oder?
Shownotes
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00:00:01: Herzlich willkommen beim Podcast
00:00:03: Patrick Geschichten.
00:00:05: Ein Podcast für neue Familienmodelle nach einer Trennung für ein friedliches, verständnisvolles Miteinander mit Herz und Verstand für alle Familiemitglieder.
00:00:14: Dieser Podcast soll eine Inspiration für dich und deinen Familienalltag sein.
00:00:19: Und die vor allem zeigen, dass du daraus mit deinen Sorgen und Fragen nicht allein bist.
00:00:23: Mit unterschiedlichen Perspektiven auf diese Situation möchten wir zeigen das es mehr als eine Wahrheit geht und es weniger um Recht und Schuld geht sondern um Verständnis und Empathie.
00:00:35: Mein Name ist Oliver Panzau und ich arbeite als Familien- und Vätercoach-Trainer und Speaker in Bargteheide bei
00:00:41: Hamburg.
00:00:42: Und lebe seit zwei Tausend Siebenteinander siebenköpfigen Patchwork-Familie!
00:00:46: Ich mache diesen Podcast gemeinsam mit meiner wunderbaren Kollegin Katharina Grünewald, sie ist Patchworkfamilientherapeutin, Autorin und so vieles mehr und wohnt und arbeitet in Köln und liebt selbst in einer sechsköpfigem Patchwork Familie.
00:01:02: Alle Angebote von uns findest du in den Shownotes.
00:01:05: Nun
00:01:06: viel Spaß beim Zuhören.
00:01:09: Ich bin noch nur die Oma, aber was wenn ich plötzlich diejenige bin, die alles zusammenhält?
00:01:17: Wenn ich da bin funktioniert es!
00:01:19: Wenn ich mich zurückziehe habe ich Angst dass etwas auseinanderbricht.
00:01:24: Mein Sohn sagt ich soll endlich loslassen, aber ich sehe mein Enkelkind und ich weiß wenn ich gehe fehlt etwas.
00:01:33: Und genau da stehe ich zwischen helfen und vielleicht zu viel helfen.
00:01:41: Und genau darüber sprechen wir heute in dieser Folge, denn Trommelwirbel... Wir haben zum ersten Mal ein Fall über eine Großmutter die sich bei uns meldet zum Thema Patchwork.
00:01:56: Das ist was ganz Wunderbares, wirft nochmal ne ganz andere Perspektive auf Patchwork Auch wenn sie wahrscheinlich überall näher oder weniger allgegenwärtig sind und deswegen freue ich mich sehr.
00:02:08: Aber sag erstmal Hallo liebe Katharina!
00:02:12: Hallo Oliver, ja finde auch eine spannende Geschichte und es würde direkt sagen Ja es ist doch Es ist ja bei in jeder Familie so dass die Eltern natürlich da auch noch eine Rolle also die Großeltern dann alle spielen.
00:02:33: Aber dass die Großeltern sich an uns werden ist neu.
00:02:39: Ja und das bringt uns natürlich wieder dazu, weil wir immer wieder gerne aufrufen schickt uns weiter eure Fälle.
00:02:47: nicht nur, dass wir ein ganz wundervolles Feedback ja auch meistens bekommen, dass es wirklich eine Unterstützung ist.
00:02:54: also traut euch!
00:02:55: Und natürlich geht das weiter eben auch Falls ihr da draußen seid, liebe Großmütter und Großväter dann schickt uns eure Perspektiven dazu weil das Ganze total interessant macht.
00:03:07: Und bunt!
00:03:08: Was es eben ist?
00:03:08: Patchwork eben auch.
00:03:09: Es gibt so viele Perspektive und insofern fühlt euch vielleicht ermutigt weiter zu schreiben und eure Fälle zu schicken.
00:03:19: Wir freuen uns auf jeden Fall.
00:03:25: Wir haben schon Vorfeld gesagt, wow.
00:03:27: Es könnte eine lange Folge werden.
00:03:30: wir schauen mal weil es natürlich noch zusätzlich Perspektiven gibt.
00:03:32: Wir schauen wo der Fokus landet.
00:03:35: Wir fangen auf jeden Fall erst einmal an wie immer einmal kurz die Geschichte zu erzählen worum es hier geht und fangen dann an ja eben einfach die Perspektive auch einzunehmen und anzuschauen.
00:03:46: Und ich starte einfach mal.
00:03:51: also Die Dame Die Einsendung geschickt hat heißt Sabine.
00:03:58: Und Sabine ist Achtundfünfzig, also ist noch eine sehr junge Oma möchte ich mal einfach so sagen.
00:04:08: Muss nichts heißen.
00:04:09: aber in meinem Fall wobei meine Mutter selber auch erst Mitte sechzig ist und sofern wenn ich überlege mein ältester ist achtzehn Pass das ja die war auch jung.
00:04:21: Also ist eigentlich gar nicht so untypisch, aber das gehört nun zu mir.
00:04:26: also Sabine hört unserem podcast tatsächlich auch schon länger und hat sich jetzt an uns gewandt denn sie ist seit zehn jahren oma Und zwar ist sie Oma von Marie.
00:04:41: Marie ist zehn Jahre alt logischerweise und ihre Eltern heißen Lukas und Lena, und Lukas ist der Sohn von Sabine.
00:04:53: Und Lukas es heute zweiunddreißig denn er ist sehr Jungvater geworden eben demnach mit zweieinzwanzig jung.
00:05:02: für unsere heutige Generation sag ich mal früher war das nicht ganz so untypisch und Lukass und Lena sind jetzt schon ein bisschen länger getrennt.
00:05:17: gar nicht genau geschrieben glaube ich zumindestens.
00:05:21: Wie lange ist aber auch nicht so wichtig.
00:05:26: Fakt ist erstmal, dass Lena auf jeden Fall das ist sicher wichtig hier zu erwähnen.
00:05:34: Lena sage ich jetzt mal psychisch herinstabil ist keine Diagnose Aber so dass in diesem Konstrukt am Anfang eben man sind Jungeltern geworden und wir hatten dort ihre Probleme das Sabine Auf jeden Fall eine Rolle eingenommen hat und das ganze Familiensystem stabil zu halten.
00:05:58: Sie hat von Anfang an mehr unterstützt, so schreibt sie das war sehr viel da, sodass ihr eine feste Rolle in diesen Familientsysteme eingenommen habt.
00:06:08: So sieht sie das zumindest aus ihrer Perspektive unterstützt hat und auch für Marie praktisch eine festen Größe in diesem Familienkonstrukt von Anfangan war und bis heute ist.
00:06:22: jetzt ist es so dass Luka es allerdings seit ein bisschen mehr als zwei Jahren eine neue Partnerin hat, Clara.
00:06:32: Clara ist eindeutig und sie sagt, Clara ist eine ganz wundervolle Frau und versucht sich einzubringen und ja auch für Marie da zu sein und macht alles eben versucht alles richtigzumachen und wie wir das häufig haben in Stiefmutterkonflikten, was hier eben passiert ist.
00:06:55: Das klarer merkt... Boah!
00:06:58: Ich komme gar nicht so richtig ran oder rein in die Familie weil Sabine so eine große Rolle spielt.
00:07:04: also in dem Fall ich ja, ich bin die Einsenderin das heißt sie hat Probleme damit irgendwie.
00:07:10: wer bin ich eigentlich in dieser Familie wenn da noch die Mutter ist?
00:07:15: Die Oma ist so stark und ich da gar nicht wirklich reinkomme Und das bringt wiederum Lukas in die Zwickmühle sagt es eben auch so denn Er hat gesagt, weißt du was Mama?
00:07:27: Du musst dich hier ein bisschen zurückhalten.
00:07:29: Denn ich habe jetzt eine neue Partnerin und wir wollen etwas Neues aufbauen Und das ist einfach zu viel alles.
00:07:35: Das heißt Luca steht irgendwo genau dazwischen Versucht irgendwie seine neue Partnerinnen zu verstehen Weiß aber welche Rolle eben auch Sabine spielt Aber sagt okay pass auf So schreibt sie es auch.
00:07:49: Es gibt hier eine klare Hierarchie.
00:07:52: Ich bin der Papa Wir sind die Eltern So ungefähr wir bestimmen und ich will das so.
00:07:59: Und Sabine sagt, Ich kann ihn irgendwie verstehen, so wie es auch anfangs eben in Tisa gesagt habe.
00:08:08: auf der anderen Seite weiß ich oder spüre ihm wie wichtig ich für Marie geworden bin und Lena ihre Mutter ist halt wirklich kann nicht diese Verantwortung übernehmen und Clara ist ja auch gar nicht die Mutter und Marie hat mich halt einfach.
00:08:26: Ich kann doch nicht einfach jetzt loslassen und sagen, ja mein Sohn.
00:08:29: Und ich gehe
00:08:29: einfach.".
00:08:32: Da steckt sie eben und denkt dann wenn ich jetzt gehe lasse ich meine Enkeltochter einfach im Stich oder muss ich wirklich los lassen komplett?
00:08:47: Oder ist es irgendwas dazwischen?
00:08:49: auf jeden Fall... hat sie da große Sorge, große Angst.
00:08:53: Aber man spürt förmlich, dass ihr mit einer gewissen Reflektiertheit vielleicht auch Lebensweisheit da schon darauf guckt weniger aus der Verletzung sondern irgendwie das Richtige tun zu wollen und das beschreibt es vielleicht ganz gut den Fall.
00:09:11: Puh ja also jetzt ich habe es so ein bisschen mit aufgemalt und dann ist natürlich so diese Delukas Ist bei mir in der Mitte, aber der ist sozusagen umringt von Frauen.
00:09:27: Ja.
00:09:29: Sich da zurechtzufinden?
00:09:33: Das kann ich gut verstehen dass das schwierig ist.
00:09:36: Ich habe das übrigens auch gemacht und natürlich es gibt auch einen Opa dazu.
00:09:41: Aber interessanterweise... Ich hab eben euer Wettjauch hier nicht erwähnt und ich habe auch nur Opa geschrieben Und wir haben's vorher schon kurz gesagt ja die Wahrscheinlichkeit ist einfach groß Ja auch keine große Rolle zumindest was die Beziehung angeht einnimmt.
00:09:56: Also weil irgendwie du schon sagst ich habe das auch hier sind lauter Frauen um Lukas und ja ist ganz spannend.
00:10:06: Okay also
00:10:12: zu starten.
00:10:14: Ja, ich überlege gerade ob ich so grundsätzlich mit etwas starte was Sabine geschrieben hat.
00:10:21: Was Lukas der schon richtig da reingebracht hat nämlich eine Hierarchie.
00:10:26: Ob man erstmal sowas sagt was aber natürlich nicht unbedingt die Lösung ist.
00:10:33: also der Lukas hat ja recht indem er sagt es gibt sowas wie eine Familien Hierarchi und da ist es erst mal Sabine ist die Oma und sie hat sich daran... Also, der erste Ansprechpartner für Sie ist Lukas.
00:10:48: Es ist der Sohn!
00:10:49: Und man wünscht sich natürlich als Kind, also jetzt als Lukas, dass die Mutter hinter mir steht.
00:10:55: Wenn ich mich von Lena getrennt habe und das schon seit Jahren, dann möchte ich eigentlich als Sohn nicht, dass meine Mutter daran festhält an dieser Beziehung sondern sich wieder öffnet und dann meine Liebste, die aktuell an meiner Seite ist auch akzeptiert.
00:11:14: Ja also das wäre sozusagen die Familien-Hirarchie wie
00:11:18: man sagen würde.
00:11:19: so funktioniert Familie und das haben wir wahrscheinlich alle schon mal erlebt dass dann die Ex-Partner irgendwann einfach kein Thema mehr sind.
00:11:30: wenn jetzt die Ex Partner immer weiterhin noch von den meinen Eltern eingeladen werden oder mit versorgt werden, dann ist der Platz nicht wirklich frei unter Umständen.
00:11:45: Insofern hat Lukas da natürlich einen Punkt den wahrscheinlich beflügelt durch Clara die ja einen Platz haben will und das ist einfach schwierig.
00:12:01: es gibt noch also das wäre erstmal diese klassische Familie Hierarchie, also systemische Familienhirarchie würde das so nennen.
00:12:10: Dann gibt es noch ein anderes Prinzip an dem man sich orientieren könnte.
00:12:16: Das wäre nämlich gerade für Patchwork-Familien dass es zwei Arten von Beziehungen gibt und zwar die neue und die alte Und die Neue hat immer Handlungsvorrang So wird man das vielleicht nennen Also hat immer im hier und jetzt erhält den Zuschlag.
00:12:37: Und die alte Beziehung hat aber so ein Achtungsvorrang, also braucht auf jeden Fall Würdigung und Achtung.
00:12:47: Wenn man das jetzt so nimmt dann heißt es immer okay ich muss ja erstmal achten was ist da eigentlich?
00:12:54: Also acht geben auf das was is in der alten Beziehungen los und was braucht sie noch?
00:13:03: Handlungsvorrang heißt aber, ich orientiere mich an dem was jetzt im Hier und Jetzt für mich wichtig ist.
00:13:11: Auch das ist ein Prinzip was richtig ist und man sich gut daran orientieren muss und was das jetzt genau heißt.
00:13:18: Das müssen wir vielleicht nochmal in einem einzelnen klären und inwieweit es dann auch von diesen Prinzipien die ich gerade genannt habe immer wieder Abweichungen natürlich gibt.
00:13:32: Bei jeder Regel finde ich oder meine Erfahrung fast der Fall, wenn da eine psychische Instabilität ins Spiel kommt.
00:13:42: Und man ist nicht nur mit Erwachsenen zu tun hat die Verantwortung gut für sich übernehmen können und das ist häufiger der Fall als man vielleicht so vermuten würde.
00:13:56: Man braucht dafür im Übrigen auch nicht eine heftige Diagnose, wo ich jetzt hier gar nicht reingehen will.
00:14:05: Sondern es gibt immer wieder Zeiten und Phasen, wo wir alle vielleicht psychisch instabil sind, auch wenn man so normalerweise ganz gut durchs Leben kommt.
00:14:15: Und dann werden diese ganzen Prinzipien, Regeln, Ordnungen ganz leicht schon mal ausgehebelt.
00:14:26: Weiß nicht, wie es dir damit geht wenn ich da so ein Konstrukt erst mal aufbaue.
00:14:34: Ja also ich glaube... Ich weiß nicht ob das unsere Zuhörenden auch alles so eindeutenden können.
00:14:38: natürlich bin ich da voll bei dir gerade eben als systemischer Coach und dass sehe ich eben eigentlich genau das Systemische Prinzipchen.
00:14:46: Das neue ist vor dem alten Würdigung.
00:14:50: Da habe ich sofort gemerkt, da habe ich so ein bisschen ganz bisschen ein Problem mit.
00:14:55: Achtung finde ich tatsächlich besser im Sinne S-Ach zu achten nicht weil es höher steht sondern eben einfach darauf zu achte weil auch das kennen viele wenn sie zu sich selbst schauen und gerade in der Abhängigkeit von den älterlichen Rollensinn ihm zu sagen, jetzt sagt uns wieder jemand nein wir müssen sie achten.
00:15:17: Das heißt aber nicht zu sagen die haben immer recht sondern ihnen wirklich nur darauf zu achten genauso wie sagen eben das alte System zu achte kann es nicht einfach die Mutter rausnehmen sagen Hauptsache sie ist weg.
00:15:27: ja Gott sei Dank Sie ist psychisch labir und deswegen kann sie sich eh nicht so viel machen.
00:15:34: Deswegen, dass das funktioniert auch nicht mal ganz abgesagt worden, ob es ethisch oder moralisch richtig ist.
00:15:41: Insofern dann bin ich da irgendwie voll bei dir und ich gehe stark davon aus.
00:15:46: Das Lukas ist ja gar nicht im systemischen.
00:15:48: mein würde mich jetzt strack wundern.
00:15:50: Es mir vielleicht ein Gefühl was wir eben auch haben.
00:15:53: Ich bin hier verantwortlich Und die Frage ist ja, und da kommen wir gleich noch hin aus welchem Impuls heraus.
00:16:02: Wenn es wirklich aus dem ist ich übernehme jetzt hier Verantwortung und kann eine Unterstützung gebrauchen oder eben... Ich will einfach nur das weggehst und bestimmen, weil ich jetzt hier derjenige bin.
00:16:18: Weil ich jetzt einen neuen Partner
00:16:19: habe.".
00:16:21: Aber das können wir ja gleich noch mal erklären auch wenn in die Perspektive reingehen.
00:16:24: wie fühlt sich das eben an?
00:16:25: Ich glaube es lässt sich so ganz gut einordnen.
00:16:28: Ich hoffe dass das nicht zu trocken war oder nicht zu unverständlich für die meisten.
00:16:33: Für mich ist das irgendwie sehr klar und ich glaube häufig ist eben das zu verstehen auch mal ganz gut über dem was ich vielleicht So innerlich spüre, weil viele haben eher so ein Gespür dafür.
00:16:45: Das ist zu nahe von meiner Mutter oder das ist zu weit weg?
00:16:48: Oder dass mehr die Richtung und auch mal klare Wege dazu haben oder Leitplanken passt vielleicht besser, die einen ein bisschen Halt geben.
00:17:01: Und was das jetzt im Einzelnen heißt oder wie das für Sabine und Lukas... Clara, Lena und Marie aussieht.
00:17:10: Das können wir jetzt ja mal auseinanderdröseln.
00:17:14: Ich würde gerne anfangen und ich würde vorschlagen dass wir tatsächlich mit Sabine anfangen weil die hat uns geschrieben Und wir gucken aber alle Perspektiven sonst müssen wir vielleicht einfach mal schauen wie wo wir landen.
00:17:31: Aber als Sabine denke ich auch
00:17:34: mensch.
00:17:35: Ich liebe meinen Sohn, es ist auch unser Einziger.
00:17:38: Und ... Es war natürlich schon ein Schock, dass der so früh Vater geworden ist und Lena kam ja noch so jung vor.
00:17:48: Also eigentlich hatte ich das Gefühl ... Ja, ich hab eine Tochter jetzt mehr.
00:17:53: Sie hat's auch schwierig gehabt mit ihren Eltern, das weiß ich.
00:18:00: Aber die haben das gut gemacht und Marie ist ja wunderbar auf die Welt gekommen.
00:18:04: Und ein glückliches oder aufgewecktes Mädchen, aber die beiden waren einfach überfordert.
00:18:13: So dauerte es dann auch nicht allzu lang.
00:18:17: Dann haben sie sich getrennt, weil es da Schwierigkeiten gab.
00:18:24: Aber Lukas war eigentlich noch total ... unterstützend die ganze Zeit, hat sich auch weiterhin total intensiv um Marie gekümmert.
00:18:35: Und Lena
00:18:36: ... ja,
00:18:38: hat das auch gut gemacht!
00:18:40: Es gab immer wieder Phasen wo sie wirklich sich nicht um Marie kümmern konnte und da ist Lukas eingesprungen und da war ich dann auch da weil er musste arbeiten usw.. Und insofern, das ging ja auch und es ist auch eine Selbstverständlichkeit für mich.
00:19:00: Ich meine ich bin die Oma.
00:19:02: natürlich tue alles ich habe mir auch die Möglichkeit und Es ist doch selbstverständlich dass man hilft wo man kann.
00:19:12: Insofern und es war auch für mich nicht wirklich ne Frage ob ich jetzt auf die reise verzichte oder was weiß ich, was ich für Pläne hatte.
00:19:23: Sondern dann stand halt mein Enkelkind im Vordergrund und das habe ich gerne gemacht und mache auch heute noch
00:19:29: gerne.".
00:19:31: Und jetzt ist es ja schon zwei Jahre her dass Clara mit dabei das Lukas sozusagen eine neue Freundin hat und ehrlich gesagt hab ich die am Anfang nicht so ernst genommen.
00:19:46: Ich fand's gut, dass Lukas da jemanden hat wo er jetzt auch nochmal anders in Beziehung gehen kann.
00:19:54: Ja, aber es war klar wenn er kam mit Marie, kam immer alleine und meistens haben wir auch über Lena gesprochen.
00:20:05: also so viel anders als früher fühlte sich's nicht an.
00:20:11: Und jetzt so ungefähr seit einem Jahr ich weiß dass Lukas und Clara auch Schwierigkeiten haben wird Lukas irgendwie rabiata oder könnte auch sagen Clara mit Clara und fordert tatsächlich auch irgendwie mehr Raum- und Platz ein für Clara.
00:20:40: Und ja, ich finde es schon auch komisch Weihnachten oder an den Geburtstagen ist mir schon irgendwie klar dass Clara und Lena nicht zusammenkommen können.
00:20:52: Es ist ein bisschen tricky.
00:20:57: Aber jetzt kommt er und sagt, ich soll das mit Lena lassen.
00:21:03: Und ich meine es hat nicht wirklich... Also Marie kommt trotzdem zu mir und ich weiß auch dass unsere Beziehung gut ist.
00:21:12: aber wenn ich mich nicht mit um Lena kümmere dann habe ich das Gefühl hängt es alles an Marie die gucken muss wie's Mama drauf kriegt sie es... Kriegt sie's hin?
00:21:25: Ist es so viel?
00:21:26: Und so weiter.
00:21:27: Mit zehn Jahren ist es einfach zu viel für Marie und da lasse ich mich auch von meinem Sohn nicht, also ich finde es eher schade dass er dann seine Tochter nicht sieht oder er hat ja auch nicht wirklich einen Alternativvorschlag.
00:21:42: Wie soll man denn Lena?
00:21:45: Also sie macht das ja auch Sie hat auch wieder eine Arbeit, sie geht auch arbeiten Alltag mit Maria auch gut hin und gleichzeitig finde ich funktioniert es nur, wenn Marie gut funktioniert.
00:21:59: Und es ist halt labil.
00:22:01: Man muss immer mit drauf gucken.
00:22:05: Also fällt mir einfach schwer.
00:22:11: Ich würde das ganz gerne einfach so stehen lassen Wenn es recht ist und in die Rolle von Lukas gleich direkt schlüpfen Denn ich bin da schon voll drin, weil wir allwahlen was du zählst.
00:22:26: Erzählt es komme ich sofort und denke Es liegt vielleicht daran dass sich irgendwie selbst das auch ganz gut spüren kann nicht nur als Lukas sondern eben Als selber als Sohn Einer Tochter.
00:22:45: Denn Ich Spüre jetzt Ganz stark Als lukas Was habe ich denn gesagt Genau, so in einer Mutter.
00:23:01: Ich glaube das irgendwie das wie ein neues Kapitel für mich ist und da spüre ich irgendwie dass was Neues beginnt und was Neu ist nicht nur weil ich klar an meiner Seite habe sondern weil ich merke dass ich mich vielleicht eben auch von meiner Mutter lösen möchte von dem, was sie bisher eingenommen hat für eine Rolle.
00:23:31: Und das heißt nicht dass ich nicht dankbar bin für das, was Sie getan hat und wie sie mich unterstützt hat.
00:23:36: Denn es mag vielleicht undankbar erscheinen jetzt wenn ich sage, Mama lass mich das machen!
00:23:45: Ich weiß zwar noch nicht wie und danke für deine Hilfe, ich brauche dich nicht mehr.
00:23:50: Das fühlt sich kann ich mir schon vorstellen.
00:23:52: Fühlt sich echt pies an.
00:23:55: aber das war eben auch vor zehn Jahren.
00:23:57: da war ich zwanzig Und da ist sie einfach und ich bin so dankbar, weil Sie es in die Presse gesprungen.
00:24:03: Sie hat sofort unterstützt selbstlos.
00:24:08: Ja, sie war immer die starke Mutter.
00:24:12: Sie hatte diese Rolle inne gehabt und ist eine Löwenmutter und hat gesagt Ich bin da für meine Enkeltochter und für euch.
00:24:23: Das war eine riesige Unterstützung und ich habe mich da auch voll drauf eingelassen denn Es hat mich ehrlich gesagt total entlastet.
00:24:31: und jetzt merke ich, ich möchte was Neues aufbauen.
00:24:36: Ich möchte auch dieses Kapitel mit Lena hinter mir lassen.
00:24:40: Ich respektiere sie als Mutter und es hat aber auch wirklich... Es ist... Hat auch viel an meinem emotionalen Korsett sozusagen geknapst und das war anstrengend die Zeit.
00:24:54: Ich möchte einfach auch nach vorne schauen und eben vielleicht jetzt auch die Verantwortung übernehmen, die ich ja ehrlicherweise vielleicht so nicht übernehmen konnte in dem Maße das auszugleichen was Lena vielleicht nicht konnte.
00:25:10: Und ich würde mir so sehr wünschen dass ich das kann aber nicht wenn ich das Gefühl habe dass sie immer wieder reinspringt oder immer wieder praktisch diese Rolle übernimmt.
00:25:21: Das heißt nicht dass es nicht richtig ist aber irgendwie hab' ich das gefühl Es muss so sein Ja bitte, lass mich das so machen wie ich es eben gerne machen möchte.
00:25:33: Und das wird nicht alles toll sein aber ich muss es nur durchs machen werde ich's lernen und nicht indem du immer da bist und die Obermami sozusagen darüber stehst über den ganzen.
00:25:48: Ich weiß dass Clara ist eine tolle Frau in Persönlichkeit Ja, wer weiß.
00:25:56: Vielleicht wollen wir auch nochmal... Wir sind noch so jung und vielleicht wollen wir mal Kinder haben.
00:25:59: Und irgendwie wollen wir dieses Familiengefüge das so spüren?
00:26:03: Das geht irgendwie nicht wenn du so groß bist!
00:26:08: Ich weiß nicht ob ich in diese Fußstapfen reintreten kann aber ich kann es nur lernen indem ich's wirklich mache.
00:26:20: Deswegen ist mein Wunsch irgendwie so groß und ich spüre dir wehtut.
00:26:25: ich spüre dass es vielleicht schmerzhaft sein kann aber irgendwie merke ich bin in diesem alter wo ich jetzt merken.
00:26:33: Ich will es aber wirklich will ist ich kann nicht genau einem anders sagen und ja deswegen, das alles andere wird sich zeigen auch mit meinem job.
00:26:46: wenn das nicht klappt dann mache ich es eben anders.
00:26:49: aber lass uns erst mal damit starten.
00:26:51: das ist so mein wunsch Und ich kann auch nicht genau sagen, wie das eben aussieht.
00:26:55: Vielleicht hast du da mehr Lebenserfahrung und die Struktur... Du siehst das alles!
00:27:01: Ich bin aber auch auf der anderen Seite jung genug um zu sagen, dass wird irgendwie so, als ihr es früher auch gemacht habt, weil ihr habt euch auch nicht Gedanken gemacht.
00:27:09: Also habe Vertrauen, ja?
00:27:12: Auch wenn ich dich damals vielleicht gebraucht hab.
00:27:16: Ja, das spüre ich.
00:27:21: Danke, das konnte ich jetzt gut nachvollziehen.
00:27:24: Und vor allen Dingen wird so deutlich, dass Lukas da seinen eigenen Prozess total in seinem eigenen Prozesses eine Ablösung von seiner Mutter ist.
00:27:33: Ja
00:27:35: und ja dann ist es natürlich also das Bild was wir vorher hatten mit diesen vier Frauen um ihn rum.
00:27:43: Dann fängt er jetzt bei der mächtigsten an und sagt hier jetzt bin ich da und ich will dir das nicht immer alles so vorschreiben lassen Und will Verantwortung übernehmen und weiß noch nicht wie, aber ich will das.
00:27:59: Und dafür brauche jetzt dass du eigentlich mal liebe Mutter die Verantwortung ein bisschen mir auch überlässt und mir zutraus.
00:28:10: Ja dazukommt bestimmt.
00:28:12: Deswegen sage ja deswegen bekommt er es ja so diesen universellen Gesetzen klarer als Partnerin.
00:28:18: Ich gehe ganz stark davon aus, dass sie super empathisch ist und ihm auch den Halt gibt und ihn unterstützt, zu sagen der Vater zu sein der sein möchte also diese Rolle auch zu übernehmen.
00:28:30: Und sie an seiner Seite steht ja und das spürt er wahrscheinlich so stark dass er eben auch dieses vielleicht ein genäues Selbstbewusstsein bekommt.
00:28:39: natürlich könnte man jetzt als Sabine auch denken es geht ja dann ganz schnell sie ist ja gar nicht die ex sozusagen sondern die Mutter.
00:28:48: aber Jetzt kommt da die neue, die stellt Ansprüche.
00:28:52: Die macht was mit dir!
00:28:53: Du hast doch vorher immer gehorcht so ungefähr oder hast das alles über dich ergehen lassen.
00:28:58: auf einmal willst du da ausbrechen und vielleicht ist es eben gar nichts Ausbrechendes im negativen sondern eben wie gesagt nur neues Kapitel was aufgeschlagen wird was sie diese neue Beziehung holt eben etwas hervor was vorher vielleicht nicht.
00:29:16: da gibt ihm eine gewisse sicherheit eben da nach vorne zu gehen ohne das alte jetzt vielleicht ist er auch gar nicht in den maß jetzt reflektiert wie ich das jetzt gerade eben sage vielleicht spürte es eben auch einfach mehr sagt nur lass mich in ruhe.
00:29:33: ja auf der anderen seite holt er sich jetzt hier auch beziehungsweise sabine auch unterstützungen sofern
00:29:39: Ja, also ich meine Sabine.
00:29:42: Also seine Mutter ist ja in einer Einheit mit Lena seiner Ex und wenn du sagst es ist gar nicht seine Ex aber die Mutter eines Mannes ist immer der erste
00:29:55: Ex
00:29:56: mit dem
00:29:59: man so will.
00:30:01: Und Schwiegermutter und Stiefmutter haben durchaus auch ... logische Verwandtschaft.
00:30:11: Aber jetzt ist es so, dass die Ex-Familie, also die Herkunftsfamilien und Lena als Ex da ja quasi Lukas von seiner neuen Beziehung und seiner neuen Verantwortungsübernahme behindern oder abhalten und dagegen positioniert er sich jetzt.
00:30:32: Das kann ich mir gut vorstellen, dass das so ist wie du sagst.
00:30:35: Dass Clara da das auch fordert.
00:30:37: vielleicht hat sie auch ein Kinderwunsch noch oder möchte einfach auch mal ankommen in dieser Familie und das gelingt nicht wenn der Platz eigentlich immer besetzt ist und die Oma
00:30:50: auch immer
00:30:51: noch drauf pocht.
00:30:53: Und das möchte ich hier auch nochmal einmal ganz kurz ja weil Wir haben nun wirklich am ganz häufig eine Monusmutter oder die Stiefmutter ja im Fokus, weil sie uns ja meistens schreiben.
00:31:04: Aber auch hier nochmal sagen wenn wir eben das systemisch betrachten Ja dann ist das rein vom Systemischen das neue System ohne dass klarer eine Verantwortung in dem System hat Das es ja auch das was immer so schwierig ist für den neuen stiefmütter.
00:31:20: Ich möchte rein ich tue alles Ich darf auch alles tun, bekomme aber nichts.
00:31:26: Weil am Ende steht mir nicht zu und das ist ja das was so schwer ist.
00:31:31: Nichtsdestotrotz steht die Beziehung eben ganz oben diese neue Beziehungen mit Lukas als Papa und deswegen darf es auch genau dieser Würdigung dessen brauche ich jetzt und dass ist eben die Verantwortung die Lukas von sich aus idealerweise intrinsischer Motivation haben möchte.
00:31:56: Nicht, weil Clara das sagt!
00:31:58: Das ist irgendwie das Schwierige wo sie dann ja häufig erlebe ich auch immer wieder in meiner Beratung eben wo denn die Männer stehen?
00:32:04: Weil Sie eben das ja zwischen den Stühlen hier ziehen alle Frauen an ihm.
00:32:09: Ja, weil Marie will ja auch noch was.
00:32:10: Sie hat ja auch nochmal Ansprüche da kommen wir vielleicht auch noch gleich noch zu.
00:32:13: Lena in irgendeiner Form.
00:32:14: auch wissen wir nicht und wie weit sie vielleicht auch Lukas braucht manchmal oder dass es in der Vergangenheit ja auch immer noch das Bedürfnis hat zu helfen, da mehr Verantwortung zu übernehmen als eigentlich systemisch sinnvoll ist.
00:32:31: Aber er eben auch das Gefühl hat er müsste und noch.
00:32:34: da ist natürlich klarer die sagt Moment mal wie weit willst du ja eigentlich noch entgegen kommen?
00:32:39: Ja sie hat ihre Themen aber es ist jetzt nicht mehr deine Aufgabe.
00:32:44: Und da steckt da eben mitten drin.
00:32:52: So Lena ist jetzt sozusagen, wir sind getrennt aber sie ist die Mutter und jetzt versuche ich irgendwie diese Ketten zu springen von Sabine.
00:33:04: Ja genau also ich glaube dass das schon in sofern diese intrinsische Motivation von Lukas die wurde ja... sehr deutlich, als du dich hineinversetzt hast oder diese Perspektive da ausgefühlt hast.
00:33:17: Er will sich ja lösen und er will mit Clara eine neue Beziehung vielleicht eine neue Familie starten.
00:33:25: was Clara jetzt angeht es kann ja sein dass sie die Auslöserin war oder auch darauf pocht Es ist ne sehr undankbare Position Und Sie muss total aufpassen meiner Meinung nach das sie sich nicht zur Zielscheibe macht weil Sowohl Sabine könnte sagen, oh mal Junge Lukas.
00:33:44: Mein lieber Junge!
00:33:46: Es hat immer alles wunderbar geklappt und jetzt kommt die Und jetzt bist du so rebellisch und willst hier den großen Mann markieren.
00:33:55: Du bist mein kleiner süßer Junge Ja?
00:33:58: Und ich bin da und helfe euch.
00:34:00: Das ist natürlich etwas wo sich dann alles auf Clara Kanalisiert.
00:34:05: Ähnlich kann das ja auch von Lena sein weil für sie war es ja Wir wissen jetzt nicht viel darüber, aber es ist ein etabliertes System in dem sie gut klarkommt.
00:34:17: Also man kann sagen, Sie hat sich in dieser Krankheit oder in der Situation gut eingerichtet, sie kommt gut klar in der Realität.
00:34:28: mit diesen Stützen.
00:34:29: und jetzt kommt Clara dürfte man vielleicht auch vermuten, dass es da irgendwie nochmal schwieriger wird.
00:34:41: Und wenn man jetzt diese ganzen Erwachsenen so beschreibt dann ist ja eigentlich klar das Marie als Kind noch nicht Thema geworden ist und das passiert ja tatsächlich ganz häufig, dass man dann in dem Fall ist ja noch Lukas das Kind der sich ablösen muss.
00:35:01: was is mit Marie?
00:35:03: Und das wäre wahrscheinlich noch mal eine eigene Behandlungsstunde, wenn ich mir das jetzt so vorstelle in meiner Praxis.
00:35:15: Wo man überlegt was hat sie eigentlich alles da zu managen?
00:35:18: Wie stützt Sie das ganze System gibt nämlich ihrer Mutter da den Support diese braucht aber auch der Oma die Rechtfertigung.
00:35:30: und Also was da noch alles zukommt, das weiß ich nicht.
00:35:34: Wie geht es Marie überhaupt damit?
00:35:37: Ich finde ein ganz wichtiger Punkt und auch etwas, was ich von Beginn ein bisschen gespürt habe und vielleicht können wir uns noch die Zeit nehmen, das einmal wieder mit dem Wort zu würdigen.
00:35:50: Denn das ist jetzt sehr deutlich geworden wie Erwachsenen... Wir sind dann häufig mit diesen erwachsenen Themen eben beschäftigt.
00:35:59: Zwar sagen wir ja, denkt doch auch mal an Marie und häufig ist es aber so wenn wir ehrlich sind.
00:36:05: Wir denken aber auch vielen uns an die eigenen Verletzungen das was es für mich bedeutet wenn ich jetzt hier los lasse Wenn ich das mache so weil Lukas auch Lukas darf seinen Weg gehen Und gleichzeitig ist er aber in der Verantwortung als Papa.
00:36:19: So also während ihr jetzt praktisch alle mehr oder weniger rüber streiten sage ich jetzt mal wie es jetzt deutlich geworden ist?
00:36:26: Wir sind voll in den Dynamiken der Wachsenden Haben wir noch gar nicht über die kleine marie gesprochen, die ganz am rande steht und das ganze betrachtet.
00:36:35: Oder viel mehr spürt und ja wie so eine beobachterung ist und dass es eben irgendwie das gefährlich also weniger die frage hilft sabine zuviel zu wenig oder wer macht was?
00:36:47: sondern ich finde was passiert eigentlich mit mari wenn dieses system instabil wird wenn es ins in Bewegung kommt.
00:37:01: Und darauf zu achten und das zu würdigen, denn Kinder haben ja unglaublich feine Antennen das sagen wir immer wieder noch.
00:37:10: da merkt sie natürlich da passiert was sobald Sabine weniger machen würde würde sie's merken sobalt Papa auf einmal sagt dass machen wir jetzt so dann ist das für sie neu.
00:37:22: Neues darf auch passieren.
00:37:25: Ich finde immer nur wichtig, um zu sagen Kinder brauchen ja vor allem und Mary ist jetzt zehn Jahre alt.
00:37:31: Und sie ist immer noch ein Kind und Kinder brauchen gewisse Stabilität und Sicherheit.
00:37:36: Das ist das Erste was Sie brauchen und insofern wenn wir eine Veränderung an diesem System werden wir darauf schauen.
00:37:46: dann sollten wir Marie neben der Entwicklung der einzelnen erwachsene Menschen auch mit in diese Gleichung mit rein und sagen, was braucht denn Marie?
00:37:57: Weil es natürlich schon wenn Lukas sagt systemisch gesehen Hurra Hierarchie ich bin jetzt die Verantwortung ihr alle könnt gehen.
00:38:05: Das würde in dem Fall Marie total den Boden unter den Füßen wegreißen sage ich jetzt mal so
00:38:12: Ja also klar bin ich
00:38:15: genau deiner Meinung.
00:38:17: Ich
00:38:17: glaube nur dass man Kindern schon durchaus auch ein Struktur wandelt nennen würde, was da ansteht zumuten kann.
00:38:27: Also Kinder können mit Übergängen umgehen wenn sie einen Gelände haben.
00:38:33: Wenn Sie begleitet sind?
00:38:34: Genau
00:38:35: das wäre so etwas und da kommt auch für mich wieder Sabine ins Spiel weil Sabine ist eigentlich wie Marie nicht auf der erwachsenen Beziehungsebene die gerade zu klären ist sondern hat eigentlich mit den Liebesbeziehungen von Lukas zu tun, also mit den Auswirkungen zu tun genauso wie Marie ohne dass sie da Einfluss drauf nehmen könnte sollte hätte.
00:39:07: Und insofern könnte Sabine sich anbieten als ein Ruhepol für Marie Und sagen hier, wir sitzen eigentlich im gleichen Boot.
00:39:18: Wir müssen mal zugucken und abwarten wie die Erwachsenen das jetzt regeln ja?
00:39:25: Das wäre eigentlich etwas.
00:39:27: damit würde Sabine von der aktiven Versorgungsstation hin kommen zu einem anderen Pool nämlich diesen Perspektivwechsel förderlichen oder auch erstmal Ruhepul innehalten, lass die mal machen und solange bist du bei mir in Sicherheit.
00:39:47: Und dann kannst du mal gucken wie es sich bei Lukas und Clara anfühlt oder bei dem was Lena deine Mutter sich da neues überlegt hat mit der Betreuung da oder da... Mein liebes Enkelkind, wir gucken immer und hier kommst du zur Ruhe.
00:40:05: Das wäre sozusagen ein sicherer Ruhepool für Marie und gleichzeitig würde Sabine einen Schritt die Versorgung loslassen Und das dürfte sogar noch weitergehen indem sie dann nicht nur innehält und wartet dass Marie kommt sondern indem Sie sich ihrem eigenen Leben, ihre eigenen Beziehungen wiederzuwendet.
00:40:30: Diesen anderen Herzensangelegenheiten, die es wahrscheinlich ja auch noch in ihrem Leben gibt außer dem Enkel und ihrem Kind also mit achtundfünfzig ist das Leben auf keinen Fall zu Ende sondern es fängt eine neue Phase an.
00:40:45: Die darf sie jetzt mit Energie besetzen und sich überlegen was sind eigentlich meine eine Pläne.
00:40:51: Und so würde für Sabine das Loslassen automatisch weitergehen und diese ganze Ruckelbewegung, die jetzt wahrscheinlich in Gang gesetzt werden würde, bräuchte aber fest definierte Ruhezonen wie zum Beispiel Sabine und Marie.
00:41:16: Ja ich würde es gerne noch ergänzen denn was wir ja heute häufig denken ist so in schwarz-weiß heißt so jetzt auf einmal okay ich lasse los, du übernimmst und damit sind wir im freien Fall und müssen damit leben.
00:41:37: Und so ist das Leben nicht sondern wenn sie sich schon mit auseinandersetzen und reflektiert damit umhin dann darf man eben auch sagen Beziehung lernen wir oder Veränderungen lernen indem wir sie testen, in dem wir es leben und es begleiten.
00:41:54: Also im Sinne von lass uns schauen wie's Marie damit geht weißt du deswegen ich nehme dich nicht aus der Verantwortung als diejenige zu sein... ...die das ganze System stabil hält.
00:42:06: Mama Ich mache das Und wenn ich erlaube dir aber auch genauso Wenn du das Gefühl hast Marie öffnet sich dir gegenüber dass es ihr nicht gut geht Dass wir in Kontakt sind Nicht weil du mir sagen willst dass ich was falsch mache sondern als Unterstützung, als zusätzlicher Bonus sozusagen.
00:42:26: Als eben eine stabile Stütze für Marie.
00:42:28: und so gehen wir diesen Weg.
00:42:31: und ich darf meinen Weg gehen und du darfst vielleicht mal die Augen zugneifen oder einmal runter schlocken wenn du denkst das hätte ich anders gemacht weil du an mich glaubst um mir vertrausen.
00:42:41: es gibt mir das Gefühl und den weg so zu gehen und dann zu gucken Was macht das mit unserem System, was passiert?
00:42:51: Und dann vielleicht brauche ich dich mal wieder mehr weil denn wer weiß.
00:42:56: Ich liebe Clara aber es kann sein dass es doch nicht hält und vielleicht komme ich doch nochmal wieder auf dich zurück.
00:43:05: Dann wäre das auch so ja aber
00:43:08: da würde ich.
00:43:08: also ist jetzt sozusagen der Strukturwandel geht von Sabine hat die Fäden und die Regie für das ganze System in der Hand, hin zu Lukas.
00:43:19: Er ist der Strukturgeber und setzt Sabine ein und Sabine darf dann auch überlegen.
00:43:28: Klar kann es sein dass Lukas sie dann und dann braucht aber Sabine sich von dieser Verantwortung selbst verständlichen Verantwortung lösen und darf nein sagen.
00:43:40: Mein lieber Sohn, ich habe dieses Wochenende eine Kegeltour geplant.
00:43:43: Wie auch immer!
00:43:45: Du musst dir jemand andern suchen.
00:43:46: Auch damit würde das System irgendwie einen anderen Anhalt finden müssen so dass Sabine immer mehr aus diesem Konstrukt raus darf sich lösen darf.
00:43:59: also es ist ja nicht ein einseitiger Prozess Sabine muss loslassen sondern sie wird.
00:44:08: Er setzt nach und nach, obwohl es immer die beste Oma der Welt für Marie sein darf.
00:44:15: Und wissen so Alter das meine ich damit nicht nur aus dieser aktiven Versorgungsregie sozusagen.
00:44:24: Ja und ich habe sofort gespielt weil was dann häufig passiert also im realen Leben wenn wir nicht sehr reflektiert sind um?
00:44:34: meistens Wünschen wir uns ja Unterstützung aus einer Not heraus.
00:44:40: Kann das eben sein, wenn er sagt euch braucht ich denn doch an diesem Wochenende und sagt Ich bin da unterwegs und sie bleibt sich treuern dass was sie abgesprochen haben Das dann in Lukas ein Gefühl kommt na toll jetzt ist hier beleidigt und hilft nicht mehr Und dann wird nicht mehr gesprochen.
00:44:55: und dann siehst du und dann sagts ja Marie tut mir leid Oma hat keine Zeit Oder das Klartare sagt, na toll jetzt.
00:45:02: Und dann kommt man nicht ins Gespräch, siehst du?
00:45:05: Das ist jetzt loslassen für dich das jetzt ja und eben in Dialog zu bleiben was passiert und selber auch zu reflektieren.
00:45:12: Was passiert jetzt in mir?
00:45:14: weil auch für mich Lukas ist es nicht leicht einfach abzugeben und die Verantwortung zu übernehmen, weil Sabine immer eingesprungen
00:45:24: Genau.
00:45:25: Das
00:45:25: wäre
00:45:26: der Entwicklungsprozess eigentlich fürs ganze System, es kommt mehr Perspektivwechsel herein und viel Verständnis Kommunikation all das muss natürlich wahrscheinlich erst mal eingeübt werden weil was klar ist so wie's im Moment noch funktioniert wird es nicht mehr weitergehen.
00:45:46: Lukas pocht da auf zu Recht.
00:45:48: also finde ich genau richtig diesen Prozess Im übrigen auch für Clara, dass er erst mal sehr wertschätzend und würdig sich aus diesem alten System löst um dann ein mit Clara ein neues Familiensystem zu etablieren in dem das alte natürlich noch einen Platz bekommt.
00:46:12: Ja aber nicht mehr strukturgebend ist
00:46:17: Und da dürfen beide also alle im system.
00:46:19: und das ist ja das was patchwork so herausfordernd macht.
00:46:22: denn es klingt jetzt so Und das ist es meistens eigentlich auch ein Fulltime-Job.
00:46:27: Auf all das zu achten, auf sich selbst auch dabei noch zu achte und die meisten von uns haben aber nebenher noch irgendwie sowas wie einen Job und andere Themen im Leben.
00:46:38: Das ist ja das was denn so fordert macht weil wir eben Beziehungsarbeit nicht gelernt haben es auch wohl wollen in den Vordergrund zu stellen.
00:46:49: Sondern als anstrengend erleben gerade die Männer sag ich mal noch mehr vielleicht Und das ist dann irgendwie so, ja und jetzt brauche ich mal eine Pause.
00:46:57: Und auch das ist okay!
00:46:59: Genau es muss ja nicht von heute auf morgen oder es muss auch nicht in neun Monaten passieren sondern man darf da Schritt für Schritt gehen und wenn man dieses also in Köln sagt man ruckelt sich zurecht Ja?
00:47:13: Wenn man das mit einfach in Kauf nimmt Dann kann man auch über diese Ruckelphasen, Ruckelpiste ruhig mal nehmen.
00:47:25: Das ist eben das, was ich so häufig sage.
00:47:28: Weil am Ende ist es so auch wenn Menschen begleitet werden wollen denn ja meistens haben sie zumindest erst mal wissen Sie was sie nicht mehr wollen dann kann man's noch umändern in dass wo möchte Ich hin und dann möchte ich aber auch so ein Ziel Und in der Hoffnung dass es dann gut ist und die Realität ist Dass Es leichter wird weil ich eben besser mit mir selbst umgehen weil ich selber spüre und dass selbst gut regulieren kann womöglich.
00:47:54: Ich merke jetzt kommt da was hoch, jetzt habe ich wieder eine Überforderung weil ich aber auch merke insgesamt ist es gerade echt fordernd und dann bin ich angreifbarer.
00:48:03: Dann bin ich vielleicht ungerechter und das darf man erstmal nur erkennen und dass ist schon so viel wert weil ich dann nämlich ganz anders damit umgeht als wenn ich einfach alles immer so raus lasse weil dann kann man gut ins Gespräch kommen nachhinein und dann vielleicht auch sagen Ehrlicherweise, das finde ich etwas ganz Großartiges.
00:48:24: Ich habe das für mich auch lernen dürfen eben noch zu sagen... ...ich hab das erlebt und weißt du was?
00:48:32: Es tut mir wirklich aufrichtig leid, gemerkt so und so ist es bei mir gewesen.
00:48:36: Das ist der Grund warum ich da so reagiert habe.
00:48:39: Und das heißt nicht dass sich sofort ändern kann!
00:48:41: Ich habe es nur erst mal erkannt.
00:48:44: aber über die Zeit wird eine Veränderung eben herbeigeführt und das ist eben, was wir euch hier allen da draußen wünschen.
00:48:53: Es ist ein Prozess einfach und es ist etwas Neues und etwas anderes und die dürfen wir idealerweise im Gemeinsam erleben.
00:49:04: Und das ist das, was uns auch häufig wünscht dass alle gleich mitarbeiten.
00:49:08: Das ist leider auch häufig nicht gegeben, dass nicht jeder gleich mitzieht.
00:49:14: Da würde ich einfach sagen da hilft vielleicht einfach dieses Vertrauen auf dem Prozess und dann geht es weiter.
00:49:26: In diesem Sinne wünschen wir Sabine und Lukas und allen in dem System das Zurechtruckeln, dass sie den Weg gehen daran vertrauen Und an sich glauben und eben auch an die Systemstabilität.
00:49:42: Dann wird es gut, wenn du das Gute glaubst.
00:49:45: Alles Gute!
00:49:46: Alles gute für euch.
00:49:48: Bis bald, bis zum nächsten Mal.
00:49:49: Ciao!
00:49:54: Wir hoffen, dir hat die Folge gefallen
00:49:56: und du kannst die Inhalte
00:49:57: für dich und deine Situation nutzen.
00:50:00: Alle Informationen zu dieser Folge und natürlich auch zu Katharina und mir findest du in den Shownots.
00:50:06: Wir freuen uns wenn du den Podcast abonnierst,
00:50:09: eine Bewertung und ein Kommentar
00:50:11: für uns hinterlässt.
00:50:12: Und wenn du glaubst dass dieser Podcast
00:50:14: auch anderen Menschen aus deinem Umfeld helfen kann, empfehle ihn doch gerne weiter und wir machen
00:50:19: die Welt
00:50:20: gemeinsam zu einem besseren Ort!
00:50:22: Du hast sein Thema für uns das wir unbedingt im Podcast besprechen sollten.
00:50:26: dann schreib mich gerne an unter post at oliver-panzau.com und schildere mir deine Situation ordentlich.
00:50:34: melde mich bei dir
00:50:36: Dir jetzt
00:50:36: noch einen wundervollen
00:50:37: Tag
00:50:38: oder Abend und denke mal daran, du bist nicht allein.
00:50:42: Seid neugierig, sprecht über eure Bedürfnisse,
00:50:44: seid
00:50:44: geduldig und gestaltet euer Familienleben gemeinsam.
00:50:49: Viel Spaß beim Umsetzen!
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