094 "Nimm das doch nicht so persönlich..." - die stille Verletzung vieler Stiefmütter
Shownotes
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00:00:01: Herzlich willkommen beim Podcast Patrick Geschichten.
00:00:05: Ein Podcast für neue Familienmodelle nach einer Trennung für ein friedliches, verständnisvolles Miteinander mit Herz und Verstand für alle Familiemitglieder.
00:00:14: Dieser Podcast soll eine Inspiration für dich und deinen Familienalltag sein.
00:00:19: Und die vor allem zeigen, dass du daraus mit deinen Sorgen und Fragen nicht allein bist.
00:00:23: Mit unterschiedlichen Perspektiven auf diese Situation möchten wir zeigen das es mehr als eine Wahrheit geht und es weniger um Recht und Schuld geht sondern um Verständnis und Empathie.
00:00:35: Mein Name ist Oliver Panzau und ich arbeite als Familien- und Vätercoach-Trainer und Speaker in Bargteheide bei
00:00:41: Hamburg.
00:00:42: Und lebe seit zwei Tausend Siebenteinander siebenköpfigen Patchwork-Familie!
00:00:46: Ich mache diesen Podcast gemeinsam mit meiner wunderbaren Kollegin Katharina Grünewald, sie ist Patchworkfamilientherapeutin, Autorin und so vieles mehr und wohnt und arbeitet in Köln und liebt selbst in einer sechsköpfigem Patchwork Familie.
00:01:02: Alle Angebote von uns findest du in den Shownotes.
00:01:05: Nun viel Spaß beim Zuhören.
00:01:09: Ich gebe mir wirklich soviel Mühe!
00:01:13: Ich koche, ich kümmere mich... ...ich versuche für die Kinder da zu sein und trotzdem fühlt es sich an als würde ich nicht dazugehören Als wäre ich einfach nur da Nicht richtig Teil der Familie Und nicht wirklich wichtig.
00:01:32: Und dann kommt mein Mann und sagt ihm das nicht so persönlich Und ich frage mich immer öfter, wie lange kann ich das eigentlich noch?
00:01:46: Ja.
00:01:49: Herzlich willkommen zu dieser neuen Folge eine Situation die wahrscheinlich viele da draußen, viele von euch Frauen kennen als Bonus-Butter, als Stiegmutter.
00:02:06: aber bevor wir da einsteigen möchte natürlich dich erstmal begrüßen liebe Katarina Hallo!
00:02:12: Hallo lieber Oliver
00:02:17: Mal wieder eine Einsendung, die es so ein bisschen in sich hat.
00:02:22: Wir haben vorher schon drüber gesprochen gerade über solche Sätze und wahrscheinlich werden wir da so einen... wie nennt sich das?
00:02:28: Ich glaube sowas nennt sie Bullshit Bingo oder vielleicht könnte man sagen Patchwork Bingo.
00:02:33: So Sätze, Sätze die man als Stiefmutter schon hundertmal gehört hat irgendwie und dann gehört bestimmte Ja du bist nicht, nimm das nicht persönlich Was wahrscheinlich auch schön ist, du hast doch vorher gewusst auf was du dich einlässt so.
00:02:52: Das ist auch so einen Spruch.
00:02:54: es gibt bestimmt sehr viele...
00:02:56: Ja das können ja auch mal die Zuhörerinnen uns schreiben welche Sätze sie schon so oft gehört haben und dann kann man mal gucken ob wir mal eine Folge da zu den Top Ten machen oder so?
00:03:09: Reicht wahrscheinlich.
00:03:12: Ja,
00:03:12: oder social media-mäßig kann man das ja auch mal machen und du bist da jetzt im Moment ja wie wir vielleicht haben das andere da draußen auch schon gemerkt ein bisschen aktiver.
00:03:22: Ich
00:03:22: dachte voll durch jetzt
00:03:24: genau.
00:03:24: Aber vielleicht kann man sowas eben ja auch machen irgendwie das finde ich auch ganz spannend weil das sind so Dinge glaube ich die trägt man dann ja auch sondern es tut so weh sie der Schmerz und das trägt dann wahrscheinlich auch lange mit.
00:03:40: Aber bevor wir jetzt dazu lange auch drüber sprechen, lass uns doch mal in diesen Fall rein starten und dann einfach schauen wo wir landen.
00:03:50: wie immer nehmen natürlich die Perspektiven ein von allen Beteiligten.
00:03:55: Und würde eben anfangen dass ich einmal erzähle worum es jetzt geht denn geschrieben hat uns Anna und Anna ist siebenunddreißig Jahre alt und seit knapp zwei Jahren mit Daniel zusammen, sie sind eben nicht verheiratet.
00:04:13: Aber Sie wohnen zusammen seit knapp einem Jahr.
00:04:17: Daniel ist zweiundvierzig und ist seit, weiß ich gar nicht, stand gar nicht drin wie viele Jahre die schon getrennt sind von Stefanie das die Mutter... Von seinen beiden Kindern Leon der ist zehn und Mia die ist sieben Jahre alt.
00:04:36: Zehn und sieben okay
00:04:40: Ja.
00:04:40: und was wir auch immer schon wieder mal gehört haben, was hier auch der Fall ist.
00:04:46: Dass Anna mit in das Haus gezogen ist, was eigentlich sozusagen das Ex-Haus ist also von der Familie, von der Kernfamilie.
00:04:58: Das heißt Stefanie, die Mutter ist ausgezogen Daniel hat daran Wohne geblieben.
00:05:04: Sie leben das Wechselmodell?
00:05:10: Das heißt eine Woche bei Stefanie und eine Woche bei Daniel.
00:05:18: Bei Anna ist die Geschichte ein bisschen so, sie ist total gerne mit dazu gekommen und voller Enthusiasmus, denn sie liebt Kinder, sie fand die Idee toll, Mitteil der Familie zu sein sich zu kümmern, sich einzubringen wie wir es eben auch schon gehört haben.
00:05:36: Sie wollte ja wie sie selbst schreibt ich war total motiviert und ich wollte unbedingt alles richtig machen Und wollte vor allem jetzt sich die Kinder wohlfühlen und mit dem Wunsch, dass vielleicht irgendwann sowas wie eine eigene Form von Familie entsteht.
00:05:55: Sie hat gesagt ich habe im Grunde alles gemacht, hab gekocht, hab mit ihm gespielt, von der Schule abgeholt versucht zuzuhören und er hat mich wirklich voll integriert und hab gedacht wenn ich mich richtig einbringe dann wird das schon irgendwie zusammenwachsen.
00:06:09: mir war klar, dass es so ein bisschen Zeit braucht Und die Realität ist jetzt nach zwei Jahren, es fühlt sich überhaupt nicht so an.
00:06:17: Es ist eigentlich egal wie viel sie jetzt gemacht hat und tut und macht dass Sie wird zwar akzeptiert aber so richtig dazuhören.
00:06:30: also sie fühlt mich irgendwie gar nicht so sondern eben eher so wie eine Art Mitbewohnerin.
00:06:34: das ist nett dass sie da ist und dass sie sich kümmert Sobald Daniel auch da ist, wenn ich jetzt mal auf die Kinder aufbaue, aber er kommt nach Hause dann sind die Kinder total auf ihn fixiert.
00:06:47: Und wenn ich was sage oder versuche Grenzen jetzt mich irgendwie einzubringen, irgendwie Teil dieser Familie zu sein also... Ich will ja gar nicht die Mutter sein so schreibt sie es.
00:06:55: Also ich akzeptiere das dass sie eine Mutter haben Aber irgendwie möchte ich auch ein bisschen Einfluss haben.
00:07:00: und Ja den habe ich irgendwie gar nicht.
00:07:03: Das ist eher so Tatsächlich der Klassiker auch du bist nicht unsere Mutter, du hast uns nichts zu sagen.
00:07:10: Und das tut natürlich richtig weh.
00:07:12: und wenn dann noch so Sätze kommen von Daniel naja sie brauchen halt noch Zeit und nimmst nicht persönlich und du stehst da drüber und sagt sich ja ich möchte doch einfach nur Teil dieses dieser Familie sein ja ich verlange gar nicht viel möchte irgendwie Ja, nicht nur irgendwie jemand sein.
00:07:33: der organisatorischen Alltag wird unterstützt wie so eine Haushaltshilfe irgendwie so halbwegs ja.
00:07:39: Ja unsere Beziehung die ist gut also zwischen Daniel und mir.
00:07:44: aber ehrlicherweise das was sie eben auch merkt durch diese ganze Veränderungen entsteht auch so eine gewisse Distanz zwischen den beiden über letzte Zeit Und das Ganze was eben noch dazu kommt dass Daniel und stephanie die haben eben dieses wechselmodell Die machen das auch ganz gut.
00:08:05: anscheinend also ist jetzt nicht so dass es irgendwie besonders schlimm wäre jetzt irgendwie das verhältnis Und ja tatsächlich auch kann sich gut abstimmen ein gutes verhältniss und das fühlt sich dann noch zusätzlich richtig fies an denn irgendwie Können man sagen man könnte so einen schönen großen kreis um diese diese ex-familie machen.
00:08:26: Ich versuche da irgendwie rein zu kommen Wird aber nicht reingelassen.
00:08:32: Ja, weder machen wir einen neuen Kreis auf Sondern das ist irgendwie so wie der alte kreis und das gehört irgendwie alles zusammen.
00:08:41: Und ja am Anfang habe ich gesagt ja wenn ich noch mehr tue nochmal mache jetzt Jetzt ist zu dieser zeit und damit kann man es vielleicht auch schließen dass ich mich selbst frage Ist das normal oder bin ich zu empfindlich?
00:08:54: Oder stimmt hier grundsätzlich was nicht?
00:08:58: Ich wünsche mir einfach und das kann man vielleicht so direkt vorlesen, ich wünschte mir einfach mein Platz zu finden.
00:09:04: Ohne mich zu verbiegen und ohne mich ständig zurücknehmen zu müssen.
00:09:10: Und da ich überhaupt nicht mehr weiß was ich machen soll hat sie sich eben an uns gewonnen gesagt Vielleicht habt ihr da irgendwie von außen eine Perspektive und könnt mich dabei unterstützen.
00:09:23: Ja also vielleicht erstmal glaube ich dass Etwas ist, wo Anna nicht alleine ist.
00:09:30: Das kennen ganz schön viele Stiefmütter in Patchwork-Familien und vielleicht gehe ich da direkt rein und fühle mal nach.
00:09:42: Und wenn ich mir das vorstelle... Ich bin sieben dreißig.
00:09:45: also ehrlich gesagt habe ich jetzt den Mann meiner Träume kennengelernt und wir haben das auch ziemlich schnell abgesprochen und ich hab nämlich noch einen Kinderwunsch.
00:09:56: Tendenziell ist er auch dazu bereit, aber er sagt immer sowas wie es muss ja erstmal klappen mit den Kindern die schon da sind.
00:10:05: Mit Leon und Mia Und ja und Er hat ein wunderschönes Haus Da hat er auch viel selbst handwerklich reingesteckt Deshalb hängt er auch ran und das ist groß und es passt Ja von den Räumlichkeiten und wie auch immer und dann bin ich dahin gezogen und Es passt auch für mich von der Arbeit her Alles gut.
00:10:27: Ich finde es auch schön und wir haben uns auch bemüht, einen frischen Wind reinzubringen, meinen Anstrich so dass ich da mich zu Hause fühlen
00:10:38: kann.".
00:10:38: Und die Kinder sind tolle Kinder!
00:10:43: Ich mag sie und wir verstehen uns auch gut.
00:10:48: Die sind jetzt jede zweite Woche halt da und haben ihre Räume, ihre alten Kinderzimmer behalten Und diese Veränderungen eigentlich auch gut mitgemacht.
00:11:01: Ja und jetzt finde ich mich so wieder, mit Stefanie muss sich sagen ist das Verhältnis auch zu mir ganz gut.
00:11:09: also nicht dass wir befreundet werden aber die Übergaben klappen wir können auch was absprechen.
00:11:17: alles soweit okay.
00:11:19: Das meiste geht über Daniel es ja auch richtig so.
00:11:22: Wir haben uns wirklich beide total bemüht vieles richtig zu machen, die Kinder mitzunehmen.
00:11:28: Und wir wissen auch, dass die Elternebene wichtig ist und wichtig bleiben wird.
00:11:34: Insofern haben die beiden einen kurzen Draht zueinander und die Kinder wissen das, dass Daniel und Stefanie alles miteinander besprechen.
00:11:45: Ja!
00:11:48: Also ich würde sagen relativ unproblematisch hin- und her.
00:11:55: Und ich arbeite und wir haben dann ja immer diese eine Woche Zeit, wo wir alleine sind.
00:12:02: Das ist auch echt schön!
00:12:04: Da haben wir die Abende für uns.
00:12:06: Wir gehen zusammen oft noch joggen und machen uns einen schönen Abend.
00:12:13: Das genieße ich sehr.
00:12:15: Wenn die Kinder da sind, ist natürlich der Ablauf anders.
00:12:18: Ich bemühe mich wirklich von Anfang an mitzumachen zu berücksichtigen, zu unterstützen.
00:12:27: Ich koche... ich mach's nett!
00:12:29: Ich mache die Wäsche wie auch immer.
00:12:33: Eigentlich übernehme ich ganz schön viele Mütter-Dinge aber das ja in dem Wissen dass sich nicht die Mutter bin und es ist auch okay.
00:12:44: Aber manchmal oder jetzt im letzter Zeit ist es so Dass ich denke Boah ey warum mache ich das eigentlich alles?
00:12:55: Ich krieg da gar nix für und die Kinder nehmen mich gar nicht.
00:12:59: Es ist alles so selbstverständlich, so wie früher nur dass ich halt nicht die Mutter bin und insofern auch nichts zu sagen habe Und sie sich nur auf Papa Konzentrieren und mit ihm alles absprechen.
00:13:15: manchmal werde ich sogar ignoriert auch am essendstisch.
00:13:18: dann Dann reden die Also auch in der dritten Person über mich.
00:13:25: Also dann wird gefragt, ist Anna denn da, obwohl ich dabei sitze?
00:13:30: Dann sagt Daniel schon mal ja frag sie doch aber es ist irgendwie eine ganz komische Konstruktion.
00:13:38: das spüre ich und ich frage mich immer was ist das?
00:13:42: bin ich so super empfindlich oder darf man nicht mit mir reden?
00:13:45: oder?
00:13:46: Ja also ist auf jeden Fall so dass ich dann Immer das Bedürfnis habe mich zurückzuziehen und ich rutsche dann leider auch oft in so alte Muster, die ich von mir kenne.
00:14:00: Ich werde bockig!
00:14:01: Ich bin beleidigt!
00:14:02: Ich werde trotz sich... So brauche dann immer eine Zeit.
00:14:07: der Daniel schafft es dann immer, mich wieder zu beruhigen und mich aus der Reserve zu locken.
00:14:14: Das ist auch gut aber ich hab langsam keinen Keine Lust mehr.
00:14:20: Und was mir in dem Zusammenhang echt sowas, also da bin ich... Da schießt sich aus der Hutschmur sofort wenn dann noch jemand zu mir sagt nimmst du doch nicht persönlich ist doch die Konstruktion?
00:14:35: Da kriege ich zu viel weil ich bin doch ganz persönlich.
00:14:40: Also Ich habe mich ganz persönlich entschieden Weil ich finde es gibt nichts Persönlicheres als eine Liebesbeziehung Und ich mache ja nicht, also wenn ich vor verschlossener Tür beim Post-Office stehe dann ist das auch ärgerlich.
00:14:57: Aber es trifft ja nicht nur mich sondern alle Menschen die da noch grad was wollen.
00:15:04: Da kann ich verstehen dass ist halt etwas ne?
00:15:06: Die Öffnungszeiten sind nun mal so.
00:15:10: aber hier in diesem Konstrukt geht's doch auch um mich.
00:15:16: Und wenn ich da reingehe und die da keine gute Antwort darauf finde, die ich in letzter Zeit einfach nicht finde.
00:15:24: Dann werde ich auch traurig und denke Ich bin ja gar nicht wichtig.
00:15:29: es kommt überhaupt mich auf mich an ist doch total egal.
00:15:33: also warum streng ich mich überhaupt an?
00:15:35: Warum will ich überhaupt das schön machen?
00:15:37: Warum würde ich denn was nettes sagen?
00:15:39: Warum fahre ich die Kinder von der Schule abholen obwohl sie auch mit dem Bus fahren könnten?
00:15:43: Wenn das alles keine Rolle spielt?
00:15:51: Also neben der Wut kommt total schnell die Traubigkeit.
00:15:55: Ja,
00:15:59: die spüre ich auch total.
00:16:00: Ich hätte es eben auch schon gesagt und auch gefühlt, wenn ich das so eingesprochen habe... also mir kommt da spontan irgendwie dieses Gefühl irgendwie verraten zu sein von ihm und auch so beschämt irgendwie.
00:16:17: Ich werde dann so klein gemacht.
00:16:19: Weißt du?
00:16:20: Ich gebe mir so viel Mühe und auf ein paar Ebenen passt es so gut.
00:16:25: Dann werde ich so schnell, so klein gemacht mit diesem Einsatz.
00:16:29: Ja wieso soll ich das denn nicht persönlich nehmen?
00:16:33: Und das ist auch so'n Totschlagargument weil was soll ich denn da sagen?
00:16:37: Das macht mich gleich klein und ich bin beschämt, weil ich soll ja die Erwachsene sein, soll jetzt darüber stehen aber es tut mir doch weh!
00:16:49: zugehörig zu fühlen, ist ein ganz normaler schöner Wunsch also ein ganz wichtiger auch systemisch gesehen sowieso ja auch.
00:17:00: Das suchen wir als Menschen, wir suchen unsere Gruppe und eben immer wieder ausgestoßen zu sein und das sind natürlich auch deswegen die Beschähmung.
00:17:09: weiß das kennen wahrscheinlich eben alle ich kenne es auch von früher was wenn versuchst irgendwo mit dazuzukommen in eine Gruppe Hä?
00:17:19: Mit dir spielen wir nicht.
00:17:21: Es sind ganz fieses Gefühl und wenn dann natürlich nicht, wenn es von einem eigenen Partner kommt oder dieses Gefühl und eigentlich derjenige sein soll, der dich damit reinholen soll, da eben die Verbindung ist, kann ich mir genau vorstellen dass das da dieser Schmerz eben auch herkommt.
00:17:40: also das spüre ich irgendwie ganz stark.
00:17:43: Ja, und es ist so was wie nimmst nicht persönlich.
00:17:48: Das heißt hier gibt es ein System wie mit dem Postbüro vielleicht ja?
00:17:53: Das kann man nicht ändern das isso Und jetzt nimmts nicht Es hat nichts mit dir zu tun.
00:17:59: da gibt es einen system.
00:18:01: dass Gibt es nun mal und das wird so bleiben und damit Wird mir eigentlich gesagt Ich bin nicht wichtig das System das ist so und das können wir nun mal nicht ändern.
00:18:14: Du bist falsch.
00:18:15: So ist es doch irgendwie, ne?
00:18:16: Das heißt ich muss an mir schauen irgendwie sagen entweder ich arbeite mich da jetzt ab weiter hin oder muss eben schauen dass ich eigentlich diejenige bin die hier falsch ist irgendwie weil das hat ja alles bestand
00:18:31: und dann wird dir auch auf gesagt du bist so empfindlich oder so.
00:18:37: Du machst ein Problem wo eigentlich gar keins isst Oder du bist so durchlässig oder wie auch immer sowas, ja.
00:18:49: Das ist echt kränkend!
00:18:56: Ja ich frag mich gerade können wir jetzt schon direkt mit Daniel starten?
00:19:03: Also ich könnte natürlich auch direkt als Therapeutin was zu sagen aber ich weiß nicht ob er nicht erst Daniel zuwacht.
00:19:12: Lass uns das mal machen weil... für mich ist jetzt schon sofort so ich denke eigentlich, ich fühle mit Anna mit und gleichzeitig versuche ich jetzt eben auch bei Daniel mitzufühlen.
00:19:30: Und das was du eben gesagt hast, dass es glaube ich etwas total vorrangig bei mir wenn ich jetzt bei Daniel schaue... Was da ist denn?
00:19:41: Ich fühle mich ja selbst!
00:19:43: Wenn Anna so gekränkt ist und sich zurückzieht dann Dann trifft mich das auch.
00:19:53: Und ich würde mich schon als empathischen Menschen bezeichnen, ja?
00:19:59: Ich bin für meine Kinder da und die Ehe ist auseinandergegangen aber mir war klar, hey!
00:20:04: ich bin für beide Kinder da, ich halte dieses Haus, praktisches Haus wo sie aufwachsen.
00:20:10: wir haben ein Wechselmodell.
00:20:11: das heißt ich liebe Nebenverantwortung und dann freue ich mich natürlich dass ich jetzt Anna an meiner Seite habe und möchte hier auch, ich möchte ihr wirklich es schön machen.
00:20:22: Ich möchte das für Sie schön ist.
00:20:25: Fakt ist aber auch dass ich Vollzeit arbeite, dass ich Anna habe, dass sich irgendwie ja auch noch Stephanie habe – ist falsch!
00:20:35: Aber irgendwie gehört sie auch mit dazu?
00:20:37: Ja, ich brauche auch viel Abstimmung mit ihr und das ist ja auch schön.
00:20:40: Das sind die Mutter der Kinder und natürlich eben auch meine beiden Kinder.
00:20:44: Das heißt, es sind echt viele Themen Und es braucht irgendwie auch seine Zeit, merke ich.
00:20:50: Es ist doch gut dass es so läuft wie sie ist.
00:20:55: Wir brauchen Zeit unser System braucht Zeit und Ich kann's verstehen wenn sich was anderes wünscht.
00:21:06: Gleichzeitig Ja merk ich eben weißt du ich bin jetzt auch jemand der irgendwie nach Lösungen sucht und es gibt da noch keine schnellere Lösung Und das tut mir dann ehrlicherweise, es tut mir so weh.
00:21:18: Wenn ich sie so häufig oder immer wieder traurig sehe und dass sie noch mehr möchte... ...und es geht halt nicht noch mehr!
00:21:24: Ja, man kann das den Kindern ja gar nicht einimpfen jetzt irgendwie oder dass die da irgendwie mehr zugehört und das verletzt mich irgendwie so'n bisschen.
00:21:34: Ich denke dann so hey was erwartest du von denen?
00:21:36: Hier sind zehn und sieben und die geben auch ihr Bestes, die mussten durch eine Trennung durch.
00:21:43: Jetzt lass uns doch einfach ein bisschen mal eine Zeit irgendwie ins Land.
00:21:49: Wir können das nicht übers Knie brechen und ehrlicherweise ist es jetzt mittlerweile so, ich bin gerne für dich da und ich weiß, ich versuche denn für dich ne Lösung zu finden die es dann vielleicht gar nicht gibt.
00:22:00: Und jetzt wo das immer irgendwie immer mehr wird merke ich hier irgendwie So langsam nervt es auch so'n bisschen.
00:22:07: Es tut mir wirklich leid es sozusagen.
00:22:09: aber wenn ich ehrlich zu mir bin Boah, ich seh dich doch und die Kinder eigentlich auch.
00:22:17: Und so nach dem Motto ja was willst du denn jetzt noch beschleunigen?
00:22:22: Ja was... Ich kann nicht noch mehr tun!
00:22:27: Was soll ich denn noch machen?
00:22:28: also ich bin für alle da und weiß gar nicht was mit mir eigentlich los ist aber ich halte das irgendwie alles so am Laufen.
00:22:37: Und die Ex und meine Kinder, ein Job usw.
00:22:40: Das ist gerade so, wo ich sagen würde... Hey!
00:22:43: Es läuft!
00:22:47: Ich weiß dass du mehr möchtest aber irgendwie hat es auch so ein bisschen diesen Geschmack von Du willst zu schnell?
00:22:52: Zu
00:22:53: viel?!
00:22:53: Und das geht irgendwie nicht.
00:22:56: Ja, ich versteh's zwar und möchte das auch alles Aber brauchen irgendwie noch Zeit.
00:23:00: Ich glaube das ist so dieses vorrangige was er vielleicht spürt wenn er denkt hey
00:23:07: Da muss ich jetzt mal reingehen, weil da merke ich anscheinend bin ich noch so in der Rolle von Anna.
00:23:13: Das macht mich wütend und dann ist gar nicht mehr das Thema mit den Kindern vorne präsent sondern dass du mich nicht verstehst und abkanzelst.
00:23:25: aber ich das Gefühl habe also du versuchst ja noch nicht mal das zu verstehen Und dann werde ich und das ist ja dieses.
00:23:33: Warum Ist das so schwer zu verstehen, dass ich immer nur daneben stehe und dann wird mir gesagt ist nichts persönlich.
00:23:39: Aber warum guckst du mich nicht persönlich an?
00:23:43: Warum kannst du... fragst du dich nicht wie fühlt es sich an?
00:23:47: was macht das mit dir?
00:23:48: Was hat das für eine Bedeutung?
00:23:50: Warum kommst du nicht mal komplett auf meine Seite Und versuch's das nachzuvollziehen?
00:23:56: Sondern klar hat Daniel da seine schwierige Situation Kinder zu managen mit Stefan, die da habe ich alles größtes Verständnis für.
00:24:08: Aber da geht es immer nur um ihn und dann gibt es doch die andere Perspektive nämlich mich.
00:24:16: Und warum kann er sich nicht mal in meine Position versetzen?
00:24:20: Und das nach also zumindest versuchen nachzuempfinden
00:24:26: Ja siehst du verstehe ich.
00:24:29: aber vielen dank dass du das jetzt alles auf mich abwälzt.
00:24:32: ja Wo geht's denn da um mich bitte schön?
00:24:35: Es geht überhaupt nie um mich, um mich persönlich.
00:24:38: Sondern es geht um das was einfach da ist!
00:24:40: Was faktisch da ist meine Kinder und die Ex-Frau.
00:24:43: Und du bist da Ja und es geht doch gar nicht um mich.
00:24:47: Ja und wir reden immer nur über dich und wie es dir geht.
00:24:50: Wir reden noch gar nicht wie es jetzt bei mir läuft.
00:24:52: Das muss alles so nebenher laufen Am besten idealerweise irgendwie alles ganz toll Und dass sich alle auch ganz toll finden.
00:24:59: Aber um mich Persönlich Geht sowieso auch nie.
00:25:03: Aber gleichzeitig möchtest du das ich jetzt auf dich schaue und nur dich wahrnehme.
00:25:08: Also ganz ehrlich... So kann das ja auch nicht.
00:25:10: Also da müssen wir schon beide schauen, weil ich würde mir das auch wünschen, dass einfach mal auf mich geschaut wird.
00:25:17: Ja super!
00:25:18: Ich meine jetzt müssen wir hier glaube ich ein bisschen grad machen.
00:25:21: aber ich finde es super, weil das sind wahrscheinlich genau solche Gespräche wie viele Paare kennen und dann geht es fast in so einem Bett.
00:25:31: Wem geht's denn
00:25:32: schlechter?
00:25:33: Und wer hat mehr Berechtigung, dass man da mal genau hinguckt?
00:25:37: Und da ist vielleicht jetzt auch wichtig, dass wir den Cut machen und mal als Therapeuten drauf gucken.
00:25:46: Weil so kommen ja die Paare zu uns!
00:25:48: Dann ist es immer die Frage... Wir haben diese zwei Perspektiven, die jetzt glaube ich auch richtig gut deutlich geworden sind.
00:25:57: Wichtig ist erst einmal zu sagen, sie sind beide total berechtigt und ihr auch nachvollziehbar.
00:26:04: Ja, nur die kriegt man jetzt wie man jetzt gerade gesehen haben nicht so einfach übereinander und sagen ja gut dann machen wir halt ein Kompromiss.
00:26:11: Und ich bin ruhig darf man das geht da nicht sondern diese eine Situation hat zwei Perspektiven und natürlich auch noch die der Kinder die wir Jetzt hier aber erstmal rauslassen weil es glaube ich erst mal ein paar thema ist und Dann wird geht ja geht es genau darum Wie dürfen die sein?
00:26:34: Und es geht nicht in einem Schlagabtausch, in den wir jetzt hier fast geraten werden.
00:26:39: Sondern in einem Nacheinander.
00:26:41: erst die eine Perspektive wie wir das herum machen und dann die andere.
00:26:47: nur so kriegen wir da irgendwie ein Behandlungsschema rein.
00:26:54: Ja und mit natürlich dem Zusatz was du ja auch genau richtigerweise gesagt hast Häufig fühlen sich beide Seiten irgendwie verletzt, zurückgesetzt.
00:27:05: Nicht wirklich gesehen!
00:27:06: Das ist ja ein Grundthema was viele Menschen haben und sobald ich mich angegriffen fühle genau in diesem Ich werde nicht gesehen verteidige ich mich und dann höre ich nur noch das was genau auf diese Wunde eben abzielt.
00:27:20: Das, was du gesagt hast ist ja genau richtig und wunderschön.
00:27:22: Und auch etwas, das auch immer wieder bei dir sicherlich auch genauso wie bei mir in dem Beratung im Coaching vorkommt eben bei den Paaren, dass ihm einfach ein...was gar nicht so leichtes versuchen, ihm nichts auf sich selbst zu beziehen sondern wirklich diesen anderen Menschen hineinzuversetzen.
00:27:40: der Grund warum wir das machen diese Perspektiven wirklich mal einzunehmen Wie fühlt sich der Mensch schon?
00:27:46: Nicht zu sagen Ich bin schuld.
00:27:48: Nicht ich habe die Verantwortung, sondern da kann man immer noch durchsprechen und erst mal nur wie geht es dir damit?
00:27:54: Kann nicht das auch nachempfinden.
00:27:57: so diese Situation
00:27:58: ist ja das habe ich auch mein Büchern beschrieben ein ganz gutes Tool.
00:28:05: diesen paar check oder paar spaziergang nenne ich den in den büchern und der geht so dass man das wirklich einer erzählt und der andere einfach mal wiederholt, was er verstanden hat.
00:28:20: Und das aber aus der Perspektive... Also wenn wir das jetzt so machen Anna erzählt Daniel wiederhohlt das Aber aus der perspektive von Anna und da kann es sehr erleichtern sein dass man wirklich in der dritten Person das macht also dass Daniel dann sagt okay Da ist eine Frau die fühlt sich so-und-so.
00:28:44: Und dann sagt der Mann, dann redet er auch von sich in dritter Person.
00:28:50: Das soll sie mal nicht so persönlich nehmen.
00:28:53: und dann kommt die Frage wie fühlt sich die Frau?
00:28:57: In diesem Beispiel an und das wäre es tatsächlich oftmals ein Knackpunkt, dass ist nämlich nicht einfach.
00:29:04: ja und das geht nur wenn Daniel und das hast du gerade angesprochen seinen verletzlichen Anteil oder den, der da sich rechtfertigen möchte.
00:29:15: Diesen Anteil jetzt vielleicht vom Sinnbild her einfach mal aufs Sofa setzt mit schöner Musik weil das ist nicht für seine Ohren bestimmt gerade es geht nicht um ihn was er anders hätte machen können was er anderes machen soll und so weiter sondern es geht nur darum Anna jetzt zu zeigen dass ich verstehe wie sie sich fühlt.
00:29:39: Das Ganze ist oftmals nur machbar, wie es jetzt auch in unserem Schlagabtausch ja war.
00:29:45: Wenn Daniel oder der jeweils andere die Gewissheit hat nach diesem also ich habe das so beschrieben zehn Minuten darf Anna erzählen.
00:29:56: fünf Minuten wiederholt Daniel dass im Sinne des aktiven Zuhörns das ist ein Schlagwucht und dann wird ist geändert, also dann darf Daniel zehn Minuten erzählen und Anna geht in seine Position.
00:30:15: Und wiederholt das was sie verstanden hat?
00:30:19: Und zwar immer in diesen Schritten, weil ich verstanden habe von den Fakten und dann das Herausforderende ist... Dann versuche ich das auch zu fühlen!
00:30:29: Wie fühlt sich das denn
00:30:30: an?!
00:30:31: Ja und da hab' ich oder ich nehme wahr wie es für Anna anfühlt aber vielleicht merkt Daniel in dem er sich da so einfühlt auch noch was, dass er Angst hat oder sehr viel mehr Wut oder wie auch immer.
00:30:47: Also das wäre genau das Spannende wenn die beiden sich aus einer Gefühls-Ebene austauschen könnten über die Situation von Anna und dann im zweiten Schritt über die situation von Daniel.
00:31:03: Ja also ja ist ein sehr gutes tool.
00:31:08: Ich benutze das häufig auch, manchmal in den Sessions.
00:31:15: Während ich hier zuhöre fällt mir eben auf... ...ich weiß nicht wie weit die Zuhörenden das so greifen können?
00:31:23: Vielleicht müssen wir da zu einem separaten Workshop machen oder so.
00:31:28: Allein schon ist das eine das reflektieren und das nacherzählen.
00:31:34: Das klingt in meinem Zuhören einfach, aber es ist schon schwierig.
00:31:37: Ich fange immer an mit dem reinen paar Gespräche.
00:31:40: irgendwie einer erzählte andere erzählt man muss gar nicht auf den anderen man darf einfach nur erzählen.
00:31:46: das finde ich eine Leitversion davon weil's einfach den Raum gibt.
00:31:51: wir zählen uns.
00:31:51: wie fühlen wir uns gerade?
00:31:53: Es wird nicht bewertet in irgendeiner Form.
00:31:56: Man muss gar nicht Bezug darauf nehmen, sondern erzählt einfach wie man sich fühlt zu einer gewissen Frage.
00:32:01: Wie geht es uns unsere Beziehung?
00:32:02: Und dann fängt man an zu erzählen und sagt einfach, wie man sie fühlt.
00:32:05: Aber das ist schon eine riesen Hemmschwelle weil wir eben uns ja immer zurücknehmen und denken wenn ich erzähle wie's mir geht, dann fühlt sich der andere angegriffen.
00:32:12: Das machen wir immer weniger oder ganz häufig in Beziehungen.
00:32:17: Und es entsteht eine Distanz und deswegen wieder dahin zu kommen, überhaupt zu erzählen.
00:32:22: Freie Erzählte davon nicht dafür verurteilt werden, nicht bewertet zu werden ist auch schon ein super Ding.
00:32:29: Also auf jeden Fall ist das ein richtiger Weg erst mal zu sagen öffnet euch füreinander und jetzt hier auch nochmal damit es eben nicht nur.
00:32:39: wir würdigen jetzt ja hier die Rolle von als Stiefmutter von Anna was auch richtig ist und sie ist auch die Einsenderen In diesem ganzen Prozess ist es natürlich auch wichtig zu würdigen.
00:32:51: Wir gehen jetzt auch auf Daniel über, damit Daniel das eben kann braucht er ja auch diese Würdigung und dieses gesehen werden und deswegen braucht's eben auch diesen anderen Teil nicht weil er der ärmere ist oder wie auch immer und dass um Rechtfertigung geht sondern eben das nur verstanden wird.
00:33:09: Du bekommst auch dein Platz, wie du es eben schon gesagt hast.
00:33:12: Ja danach ist eben und das geht nicht damit sagen aber ich ja als antwort darauf dann einfach nur genau diese situation die ich eben habe versucht so ein bisschen aufzubauschen so wie viel ich mich eigentlich in diesem system ja wie geht es mir?
00:33:29: Ja und etwas ganz wichtiges und das darf ich vielleicht auch noch ganz kurz sagen, weil das ist auch ganz häufig in meiner Arbeit mit Väterneben zu mir kommen.
00:33:39: Allein schon die Frage wie geht es dir?
00:33:42: Das ist eine ganz simple Frage.
00:33:44: aber echt, wie geht's dir denn?
00:33:45: Fange ich meistens eben auch an!
00:33:47: Ist so schwierig für viele, weil sie sagen ja weiß ich gar nicht wie es mir geht also muss ich erstmal wirklich darauf zu kommen Ja also dann fangen die zu erzählen wie die Situation ist, weil das fällt uns mich als Menschen viel leichter.
00:33:59: Zu sagen ja also mit meiner jetzigen Partnerin läuft das so und dann haben wir die Probleme.
00:34:04: aber wie geht es dir?
00:34:05: Ist wirklich schwierig und dass ist der meiste Anfang zu sagen hey damit setzt sie mich mal auseinander wie's mir wirklich geht.
00:34:13: Das verstehe ich total gut und ehrlich gesagt ist das auch... ...die Lösung des Ganzen!
00:34:20: Weil in dem Fall Daniel Teil der neuen Liebesbeziehung und der alten Familienlogik oder Familienbeziehungen.
00:34:32: Und damit hat er eine Scharnierfunktion, da haben wir ja schon oft darüber gesprochen.
00:34:35: Er hat die Verantwortung der Platzanweisung.
00:34:39: Die kann er jetzt natürlich so treffen dass es fürs alte System passt oder für seine neue Beziehung.
00:34:48: Aber eigentlich muss er das dann hin und herlawieren, damit jeder Mal zufrieden ist.
00:34:53: Sondern die Lösung langfristig ist, dass er überlegt was ist für mich gut?
00:34:58: Was will ich und was brauche ich?
00:35:01: Und um auf diesen Standpunkt zu kommen sind genau solche Gespräche vielleicht notwendig und zwar nicht dieses.
00:35:11: Es ist nicht persönlich nehmen und das alte System ist nun mal so.
00:35:14: Und deshalb musst du dich da jetzt anpassen, sondern es kann sein dass das alles so bleiben muss.
00:35:19: aber wichtig wäre zu erfahren was bedeutet das für in dem Fall jetzt Anna oder Für ihn?
00:35:26: ja also diese Frage nach der Bedeutung Die ist eigentlich schon eine Ebene hinter diesen was man sich so alles erzählt.
00:35:37: Und man hat eigentlich immer, also man muss halt Gegebenheiten akzeptieren in Patrick-Familien sowieso aber auch immer irgendwo im Leben.
00:35:47: Aber es wird umso schwieriger je näher man diese Gegegenheiten in seiner Privatsphäre hat und je weniger man persönlich da gesehen oder da gemeint ist.
00:36:04: Und das ist eigentlich jetzt auch dieses Paradox, also ich will ja ganz persönlich in dieser Liebesbeziehung sein und gesehen und gemeint sein.
00:36:14: Und dann wird mir aber gesagt Ich bin austauschbar weil es ist normal nimmst nicht persönlich.
00:36:20: Das ist eine doppelte Kränkung!
00:36:23: Wenn das deutlich werden würde wenn man da einfach auf diese Bedeutungsebene geht und sich da austauscht hat man wahrscheinlich sehr viel schneller ein Verständnis füreinander.
00:36:39: Und auch wenn sich die Situation gar nicht viel ändern wird, fühlt es sich aber anders besser an.
00:36:47: So wäre meine... so ist meine Erfahrung.
00:36:54: Ja und ich muss ehrlicherweise sagen das ist das was Anna eben fühlen darf.
00:37:01: ja auch Ich habe Bedeutung, ich gehöre dazu in den vielen Vätern glaube ich schwer fällt, nicht weil sie das nicht wollen sondern dahinter steht eine Angst.
00:37:15: Und die Angst ist eben entstanden also vielleicht nur Urangst aber die Angst eines Falling entstanden durch die Trennung eben.
00:37:22: Ich halte dieses System irgendwie am Laufen so und dass es die Lösung ist eben erst mal meine Kinder Und die möchte ich nicht auf keinen Fall verlieren und das ist eine große Angst bei vielen Vätern.
00:37:33: Und bei Daniel hier sicherlich auch, auch wenn es eben gut mit Stefanie läuft.
00:37:38: aber dann rede ich mir natürlich ein Es läuft ja deswegen gut weil ich mich da so viel investiere und womöglich auch und dass ist nämlich das was weh tut um was man sich denn vielleicht als Mann und neuer Partner nicht wirklich eingestehen will Dass.
00:37:57: wir haben es glaube ich beim letzten Folge auch gesagt dass Anna eben nicht an erster Position steht, im Sinne von das ist die neue Beziehung.
00:38:06: Weil ein Systemisch betrachtet ist, dass die Neue Beziehungen und die steht an ersters Stelle.
00:38:13: Und das zu integrieren und so sagen auch liebe Kinder, dass es Anna also wirklich zu ihr zustehen.
00:38:21: Das ist glaube ich irgendwie das Gefühl was Anna hier eben auch vermisst ja, dass Herr Daniel praktisch wie rosin picken macht irgendwie sex ist toll und weißt du mit zusammen sind es toll.
00:38:33: Und ansonsten wenn das alte system ruft dann werde ich irgendwie in die abstellkammer geschoben, dass ist eben nicht das was.
00:38:42: Was hier funktioniert das sehen wir so gut.
00:38:44: ja und eben jetzt eben was natürlich auch nicht funktioniert ist wenn einer jetzt los die sagt Daniel hab ihr im podcast gehört und du musst jetzt mal hier los ne stelle mich mal oben hin sondern eben dahinter zu schauen und zu sagen, wovor hast du denn Angst?
00:39:00: Also weißt du beziehungsweise was steckt dahinter.
00:39:02: Kannst du das spüren.
00:39:03: ja ich weiß vielleicht ist ein bisschen zu abstrakt wenn man da jetzt zuhört aber das erlebe ich eben ganz häufig dass da eben ja etwas im alten system noch so viel energie steckt das gar nicht genug.
00:39:19: platz ist ja und das ist eben etwas ein physikalisches gesetzter draußen Denn Energie ist auch nur endlich und wir meinen zwar immer, wir können unerzwanzig Prozent geben.
00:39:29: Am Ende können wir das nur aufteilen und dass kann man sich vielleicht oder jeder draußen euch eben genau das fragen wo geht wie viel Energie rein?
00:39:38: Und wenn man es vergleicht und da ganz ehrlich ist dann sagen das kann ja auch sein also stimmt.
00:39:44: Da stimmt soviel in und überlegt ja nicht in das Will ich das eigentlich.
00:39:51: ja wie möchte ich dass?
00:39:52: eigentlich kann auch sein was dahin sagt, ich will das alles genauso.
00:39:55: Ich will das so und ich will ins alte System aber dann können die sich eben auch damit auseinandersetzen austauschen.
00:40:02: aber erstmal gilt es eben wie du gesagt hast das zu würdigen erst mal nur des da sein zu lassen beides und dann zu schauen dann später zu schauen, was gibt es da für Lösungen?
00:40:15: Denn als erstes, ich glaube das haben wir jetzt nur wirklich häufig genug gesagt ist eben, dass Anna sich nicht beschämt fühlt und verletzt fühlt.
00:40:23: Nicht gesehen fühlt in dem wo sie jetzt gerade steht.
00:40:28: Und dafür sind Partner ja da, dass man sich sieht.
00:40:32: Ja!
00:40:34: Ich würde auch noch mal hier sagen der Daniel Und das ist ja vielleicht auch nochmal so ein Merksatz, damit Patchwork gelingt.
00:40:47: Die Frage ist immer wie kommt das Alte ins Neue?
00:40:51: Man will die alte Familie mitnehmen oder verbinden oder wie auch immer und da gibt es fast wie so einen Merksetz dass man sagen könnte... Oder hat da auch ein Vorrang vielleicht und die neue Beziehung, hat aber einen Vorrang in der Gestaltung im Hier-und-Jetzt.
00:41:18: Ja also alles was im Hier und Jetzt passiert... Da ist ja die neue Liebesebene oder die neue Liebesbeziehungen an erster Stelle und da ist dieses Patchwork Baumeister Team.
00:41:33: und gerade wenn dann noch ein Kinderwunsch ist ob realistisch oder nicht, auf jeden Fall ist dann Wunsch nach einer schaltzentrale in der großen Familiengefüge und der sollte bei der neuen Familie liegen für das ganze Gefüge.
00:41:50: Also bei Daniel und Anna.
00:41:53: Und Das alte System lässt umso mehr los In dem Maße wie es Würdigung und Achtung erhält und wird dann auch biegsamer, weicher usw.
00:42:08: Aber das muss man wahrscheinlich immer wieder machen.
00:42:11: aber wie ich das hier verstanden habe, auch von Anna ist sie ja dadurch da sehr bereit Auch wenn Sie was wir jetzt nicht so weit ausgeführt haben natürlich automatisch in die Mütterfalle gerutscht ist weil sie es einfach so gut und richtig machen wollte Und dann die Kinder natürlich auch diese Abweisung oder sagen müssen, du bist nicht unsere Mutter.
00:42:35: Das heißt sie müssen immer wieder diese Konstruktion richtig stellen und da haben Sie ja auch recht!
00:42:42: Da ist in dem Punkt Anna natürlich nicht persönlich gemeint sondern als eine, die diese Konstruktion bedroht.
00:42:52: Und Anna möchte aber persönlich gesehen werden und insofern kann man eigentlich auch nur raten, raus aus den Rollen.
00:42:59: Und zeigt euch persönlich macht dein Herz auf liebe Anna und sagt auch den Kindern das ihr das was ausmacht ohne den Kinder natürlich das vorzuwerfen Aber sich zeigen und auch mit dem wie man vielleicht angetreten ist dass ich wollte hier etwas bewirken bewirken.
00:43:20: Ich wollte mit euch die Beziehungen gestalten, den Alltag genießen und so
00:43:25: weiter.".
00:43:26: Da ist ja ganz viel Selbstwirksamkeitswunsch dabei was auch ein Bedürfnis sind, was klar und berechtigt ist!
00:43:34: Und mit dem Satz nimm es nicht persönlich bestätigt man aber eigentlich dass man keine Selbstwirksamkeit hat Weil mein Austausch weiß, es hat nichts mit meinem zu tun was ich tue mache will.
00:43:53: Also das heißt meinen erleben Ich verliere Relevanz und dass ist natürlich diese Hauptkränkung.
00:44:03: Ja ich glaube dass sie denn einfach sowas so einen alten Glaubenssatz weil Das wissen wir wahrscheinlich irgendwie auch Dass Daniel das nicht sagt um sich zu kränken.
00:44:13: aber unterbewusst passiert eben genau das und deswegen kann man es auch einfach ersetzen durch positive also genau dass sie sagen wenn das die kränkung ist dann mit welchem satz?
00:44:25: also welche würdigung bekommen ich das hin ohne jetzt da auf eierschalen laufen zu müssen aber einfach eben genau was umzudenken.
00:44:34: Und aner darf eben auch wie du schon gesagt hast und das ist ja so schwer, wenn ich doch eben möchte in beziehung sein und selbst wirksam Und beides eben und deswegen leiste ich natürlich oder leichte ich immer mehr.
00:44:49: Wenn ich rausgehe aus diesem Leistungsprinzip, dann gucke ich ja nur zu.
00:44:54: Dann wird es ja noch schlimmer.
00:44:57: Deswegen ist der Weg nicht noch mehr zu tun sondern weniger zu tun, sondern vielmehr zu klären und das auf dieser Aumeister-Ebene als Paar.
00:45:08: und was kann ich selbst wirksam über Ja, über mich erzählen und ich selbst sein.
00:45:14: Und haben wir jetzt alles schon drüber gesprochen?
00:45:17: Ich glaube eben Basis ist eben scharf dich, leiste nicht mehr sei du selbst und geh in Kontakt also diese Erlaubnis zu haben mit Daniel zu sprechen und das zu gestalten und ihm auch zu schauen wie weit er bereit ist weil es gibt vielleicht auch genügend Gründe warum man nicht bereit ist aber dann geben dass ja vielleicht immer auch den Weg findet zu sich dass du dich da öffnest, ihn nicht unter Druck setzt weil Druck erzeugt Widerstand.
00:45:44: Dass er das Gefühl hat er kann sich öffnen was in ihm passiert was da los ist.
00:45:50: Weil dann entsteht eine auf einmal wieder ne ganz wunderbare Verbindung denn häufig ist es so dass wir dann anfangen uns zu bekämpfen in unseren eigenen Verletzungen und wenn wir uns verletzlich gemeinsam zeigen dann ist es wieder ganz schön weil auch immer wieder dieser Teamgedanke da ist.
00:46:05: also die sind beide auf irgendeine Art und Weise verletzt.
00:46:09: Und da stehen wir gemeinsam durch, weil wir gestalten das gemeinsam und wir sind auch gemeinsam vielleicht traurig über gewisse Dinge die noch nicht funktionieren.
00:46:18: Das finde ich dann wieder ganz schön diese
00:46:20: Idee.".
00:46:21: Und das betrifft dann genau eigentlich den Liebeskern!
00:46:24: Die beiden lieben sich ja und lieben heißt auch zu sagen
00:46:29: du
00:46:29: bist bedeutsam für mich Das genau will ja Anna da auch haben.
00:46:36: Ich bin bedeutsam und ich darf das, ich bin persönlich
00:46:40: gemeint.".
00:46:41: Und dann muss man sich natürlich dann genau wie du sagst vielleicht nochmal überlegen.
00:46:46: in funktionalen Kontexten ist es manchmal wirklich gut um Konflikte zu vermeiden, hier ist nicht persönlich gemein, dass der Postoffice zu hat aber im Liebeskontext meinen wir uns persönlich und wollen auch persönlich gesehen werden Und das ist genau der Knackpunkt, wo es sich da drum dreht.
00:47:10: Ja dann hoffen wir mal dass Anna gemeinsam mit Daniel für sich oder dass die da Kurve kriegen und in den Austausch gehen und vor allem dass sie selbst sein kann, das erleben kann persönlich zu sein und das wünsche ich mir für euch da draußen... Für alle da draußen ... dass ihr persönlich sein könnt und euch auch so gesehen ... ... übelt, wie ihr es gerne ausdrücken wollt.
00:47:38: Ich weiß gar nicht, wie's anders sagen soll aber ich glaube das ist so ein ... Ja, ich spüre praktisch für mich gerade ... Boah da geht so ganz viel auf weil das ist glaube ich genau das was wir alle irgendwie sind.
00:47:47: Wir wollen uns nicht klein fühlen sondern möchten... Da sein dürfen wie wir sind Und deswegen gehen wir ja auch in neue Beziehungen.
00:47:55: häufig haben wir ganz viele Verletzungen mitgebracht Und jetzt haben wir was Neues und wir möchten ja eben nicht, dass diese alten Wunden wieder aufgerissen werden.
00:48:04: Wenn es sich weder nicht gesehen werde, weder das sondern irgendwie jetzt hier etwas Schönes gestalten und das ist vielleicht heute hier der erste Schritt in die Richtung zu gehen?
00:48:15: Vielleicht!
00:48:17: Nun gut also liebe Bonus-Mamas, Stiefmütter und alle anderen da draußen Patchwork-Familien alles Gute für euch Und wir hören uns dann bei der nächsten Folge.
00:48:31: Ja, genau!
00:48:31: Alles Liebe und ciao!
00:48:34: Ciao, ciao!
00:48:37: Wir hoffen, dir hat die Folge gefallen und du kannst die Inhalte
00:48:40: für dich
00:48:41: unter eine Situation nutzen.
00:48:43: – alle Informationen zu dieser Folge und natürlich auch zu Katharina und mir findest du in den Shownots.
00:48:49: Wir freuen uns wenn ihr dem Podcast abonniert, eine Bewertung oder ein Kommentar für uns hinterlässt Und wenn du glaubst, dass dieser Podcast auch anderen Menschen aus deinem Umfeld helfen kann, empfehle ihn doch gerne weiter und wir machen die Welt gemeinsam zu einem besseren Ort.
00:49:05: Du hast ein Thema für uns?
00:49:07: Dass wir unbedingt im Podcast besprechen sollten, dann schreib mich gerne an unter postatoliver-panzau.com und schildere mir deine Situation ordentlich.
00:49:17: melde mich bei dir!
00:49:19: Dir jetzt noch einen wundervollen Tag oder Abend und denk immer daran, du bist nicht allein.
00:49:25: Seit neugierig sprecht über eure Bedürfnisse seit geduldig und gestaltet euer Familienleben gemeinsam.
00:49:32: Viel Spaß beim Umsetzen!
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