096 Ich liebe ihn – aber manchmal wünsche ich mir mein altes Leben zurück
Shownotes
🔥Leseempfehlungen aus dieser Folge:
Katharina's Buch: Glückliche Stiefmutter: Gut zusammen leben in Patchworkfamilien
Kinderbuch über Steiffamilien von Ute Krause: Wann gehen die wieder?
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Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen beim Podcast Patrick Geschichten.
00:00:05: Ein Podcast für neue Familienmodelle nach einer Trennung für ein friedliches, verständnisvolles Miteinander mit Herz und Verstand für alle Familiemitglieder.
00:00:14: Dieser Podcast soll eine Inspiration für dich und deinen Familienalltag sein.
00:00:19: Und die vor allem zeigen, dass du daraus mit deinen Sorgen und Fragen nicht allein bist.
00:00:23: Mit unterschiedlichen Perspektiven auf diese Situation möchten wir zeigen das es mehr als eine Wahrheit geht und es weniger um Recht und Schuld geht sondern um Verständnis und Empathie.
00:00:35: Mein Name ist Oliver Panzau und ich arbeite als Familien- und Vätercoach-Trainer und Speaker in Bargteheide bei Hamburg.
00:00:42: Und lebe seit zwei Tausend Siebenteinander siebenköpfigen Patchwork-Familie!
00:00:46: Ich mache diesen Podcast gemeinsam mit meiner wunderbaren Kollegin Katharina Grünewald, sie ist Patchworkfamilientherapeutin, Autorin und so vieles mehr und wohnt und arbeitet in Köln und liebt selbst in einer sechsköpfigem Patchwork Familie.
00:01:02: Alle Angebote von uns findest du in den Shownotes.
00:01:05: Nun viel Spaß beim Zuhören.
00:01:09: Ich schäme mich dafür, dass ich diesen Gedanken überhaupt habe weil ich meinen Partner liebe wirklich und trotzdem sitze ich manchmal auf dem Sofa.
00:01:20: die Kinder sind gerade wieder nach Hause gefahren und statt sie zu vermissen merke ich nur wie ich aufatme.
00:01:29: Und genau in diesem Moment frage ich mich dann was stimmt eigentlich nicht mit mir?
00:01:33: Bin ich zu egoistisch bin ich ungeeignet für Patchwork oder trau ich mich nur nicht auszusprechen, was vielleicht schon lange in mir irgendwie arbeitet.
00:01:46: Nämlich dass ich mein Partner liebe wirklich über alles aber dieses Leben manchmal nicht.
00:01:55: und genau darüber sprechen wir heute.
00:01:58: Hallo liebe Katharina!
00:02:01: Hallo Oliver
00:02:05: Ja ein sehr... wie ich finde spannendes Thema Aber eben auch eins und ich fand das irgendwie Es hat mich auch irgendwie so berührt.
00:02:15: Ich bin jetzt ja selber keine Stiefmutter, es gibt vielleicht auch viele Stiefväter die das kennen und teilweise kann ich mich bestimmt auch mit so einem Gedanken identifizieren diese Scham dahinter.
00:02:28: also ich find's gut dass wir mal darüber sprechen aber fangen wir mal vorne an bevor wir hier zu sehr durchstarten nicht zu viel erzähle.
00:02:41: Ja, wollen wir schon im Fall durch starten?
00:02:44: Ja, auf jeden Fall können wir gerne machen.
00:02:46: Ich finde es auch ein spannendes Thema weil die Scham, die du jetzt angesprochen hast, gibt's natürlich in Patchwork-Familien aber ganz häufig wird sie im Zusammenhang gebracht immer mit dem vorherigen Scheitern also mit der Trennung eigentlich.
00:03:06: Also ich habe es ja schon einmal Ja, irgendwie verkrackt.
00:03:12: Und jetzt ist es der zweite Anlauf.
00:03:15: Jetzt muss es gut gehen und dieses, dass ich's nicht geschafft hab beim ersten Mal ... Das ist oft schambehaftet.
00:03:21: Aber es gibt auch die Scham genau da von Stiefmut, in dem Fall von der Stiefmutter, die sich für ihre Gedanken schämt dass sie eigentlich sagt ich will gar nicht mit den Kindern oder mit dieser Konstruktion, Familienkonstruktion was zu tun haben.
00:03:48: Ja ja finde ich auch richtig.
00:03:53: ich könnte jetzt auch wieder etwas dazu sagen.
00:03:55: Ich würde sagen lass uns mal einmal kurz noch mit der Einsendung starten ein bisschen das Konstrukt irgendwie uns anschauen damit alle auf dem selben Stand sind die da draußen auch und dann gehen wir dann auch mal rein in diese Gefühlswelt.
00:04:09: Und ich gehe davon aus, dass das bestimmt viele viele auch irgendwie kennen und fährt es auch schön, was euch denn hier einmal aussprechen also.
00:04:19: Keine Sendung kommt von Annika.
00:04:22: Anika ist siebenunddreißig Jahre alt und seit etwas mehr als drei Jahren mit Malte zusammen.
00:04:31: Und Malte bringt zwei Kinder mit in die Beziehung Jule bis zehn Jahre alt und Finn ist acht Jahre alt.
00:04:42: Kinder leben hauptsächlich bei ihrer Mama und kommen jedes zweite Wochenende zu ihrem Papa plus einen Nachmittag, also das klassische Residenzmodell oder Residenzwodell Plus wie man es auch immer nennt.
00:04:59: Also Annika selbst hat keine Kinder wünscht sich aber eigentlich eigene.
00:05:05: Die ersten beiden Jahre der Beziehung liefen sehr gut Schreibt sie auch so, die beiden hatten viel Zeit für sich, konnten es langsam angehen lassen in Ruhe der Beziehungen entwickeln und dann sind sie vor einem Jahr zusammengezogen.
00:05:20: Und seitdem merkt Annika das irgendwie etwas wie eine innere Stimme in ihr lauter wird.
00:05:29: Eine Unruhe.
00:05:32: Zunächst dachte sie dass Problem liegt irgendwie bei der Ex-Frau denn die ist ständig präsent.
00:05:41: Es wird geschrieben, telefoniert, organisiert und abgestimmt.
00:05:45: Das heißt irgendwie ist sie immer mit dabei.
00:05:50: gleichzeitig bringen die Kinder auf Themen mit oder auch Haltung.
00:05:53: vor allem eben Jule bringt wohl gerne mal auch was von der Mutter mit dass man irgendwie merkt das sie so beeinflusst ist.
00:06:05: Ja, das ist so klassisch schon mit Grenzen setzen.
00:06:07: Da hat sie irgendwie eine andere Erziehungsmethode oder würde irgendwie anders angehen.
00:06:16: und Malte ist irgendwie... Das sieht sie dann irgendwie ja.
00:06:19: Hat zwar unglaublich viel Verständnis für seine Kinder und erlebt ihn da eben als Konfliktscheu.
00:06:30: Und irgendwie hat sich das Gefühl er steht da irgendwie zwischen den Stühlen und weiß gar nicht genau was er machen soll.
00:06:36: So, ja so viel ist wahrscheinlich vielen auch schon geläufiger und haben wir auch immer wieder.
00:06:42: Und jetzt kommt da eigentlich die Kerne nämlich Sie merkt irgendwie Ja es ist wirklich die Ex-Frau und die Kinder die sie belasten Denn selbst an ruhigen Tagen erwischt sich manchmal bei den Gedanken und das ist eben der für den sie sich schämt irgendwie dass sie Dass ihr ein Partner liebt was toll ist.
00:07:04: aber dieses ganze Konstrukt Und all das was da dran hängt eben nicht.
00:07:12: Ja, das ist irgendwie unglaublich anstrengend und sie merkt dass die das irgendwie zunehmend einfach mitnimmt.
00:07:22: Das Gemeine ist eben ja, wenn sie merken, dass ich drüber spreche und das kennt vielleicht auch einige da draußen dann kommen schnell denn mal hört sich das eben auch oder hat sie schon gehört du wusstest doch worauf du dich einlässt so nach dem Motto wir haben dich doch gewarnt oder wie auch immer Das hilft ja nichts in dem Moment.
00:07:41: Ich bin trotzdem all-in gegangen, so schreibt sie das und mit meiner ganzen Liebe.
00:07:47: Und jetzt merke ich... Ja, es ist viel!
00:07:52: Es ist einfach viel.
00:07:53: Sie vermisst Ruhe, Spontanität, das Gefühl auch im Mittelpunkt dieser Beziehung zu stehen also was die Familie angeht dass sie im Mittelpunkt stehen und gleichzeitig hat sie Angst vor der Erkenntnis dass vielleicht gar nicht die anderen das Problem sind, sondern dass sie sich einfach ein anderes Leben wünscht.
00:08:15: Ein anderes Leben vorgestellt hat und irgendwie reiben Sie die Gedanken so ab und deswegen hat es ja auch so.
00:08:23: abschließend gesagt ich hoffe ihr könnt was mit dieser Geschichte anfangen.
00:08:27: Und wie man gesagt hätte ist es echt ein spannender Gedanke auch schön ihn auszusprechen um ihm Raum zu geben Nicht nur Konflikten selbst sondern eben diesen Gedanken.
00:08:42: Ja, also ich finde das erstmal natürlich.
00:08:46: vielen Dank für den Fall auch wenn der jetzt nicht so konkret ist.
00:08:50: Aber ich finde es einfach eine gute Gelegenheit mal so auch über diese ja in dem Fall jetzt über Scham zu sprechen und grundsätzlich vielleicht über dass was Scham auch erst einmal ist.
00:09:05: Also es ist ja immer etwas wofür wir uns schämen, also als ob wir irgendwie einen Fehler machen gemacht hätten oder etwas passiert was nicht zu dem Maßstab oder den Werteschema des anderen oder der Anderen passt und das finde ich schon mal in dem Zusammenhang ganz wichtig.
00:09:28: Also wenn das ein Gedanke ist eigentlich will ich so nicht Familie leben wie ich es gerade lebe dann ist das etwas, ist es ja ein Gedanke der noch nicht... Der einen Bereich, sagen
00:09:42: wir mal
00:09:43: kennzeichnet, der noch nichts sein darf in meinem Bewusstsein.
00:09:50: Und deshalb kommt dann dieses Schamgefühl was dazu führt, dass ich das verstecke und das nicht erzähle.
00:09:59: Man merkt also der Zuschrift hier auch an sie brauchte wirklich Mut, sich da jetzt anonym uns zu öffnen.
00:10:12: Ja das haben wir natürlich nicht mit vorgelesen aber sie hat eben reingeschrieben und ich brauchte da mehrere Anläufe und wusste auch gar nicht will ich das überhaupt so teilen oder nicht?
00:10:23: Ich finde es etwas total grundsätzlich und das merke ich auch in der Beratung und das hast du vielleicht auch Wir trennen auch immer, wenn wir über Gefühlsräden sprechen.
00:10:33: Du kennst vielleicht das Gefühlsrat also meine Kunden und Kundinnen kennen es zumindest.
00:10:37: sich arbeite auch gerne damit um diese gefühlswelt größer zu machen.
00:10:42: und solche Themen die kommen bei uns nicht vor weil sie auch einfach nicht so erlaubt sind was gesellschaftlich nicht angesehen ist.
00:10:49: auch das Thema Wut Angst ein bisschen Trauer Scham schuld Das alles was wir irgendwie wegdrücken wollen Und dem Raum zu geben finde ich jetzt erstmal gut.
00:11:02: Ich kenne das übrigens, deswegen habe ich das eben gesagt und du hast es eben auch erwähnt dieses Scheitern ne?
00:11:10: Das ist jetzt bei Annika nicht so der Fall.
00:11:13: aber da kann ich auch zumindestens in Resonanz gehen auch wenn ich mich davon frei machen will trotz des Wissens sozusagen Du bist nicht schuld Weißt du?
00:11:24: Und das ist was Neues und Du kannst gestalten.
00:11:27: Und vieles von dem ist es trotzdem so, dass ich schon spüre, diesmal musst du viele Dinge anders machen.
00:11:36: Also du willst es auf jeden Fall... Das ist jetzt klappt!
00:11:39: Und das Gefühl kennen wahrscheinlich viele andere da draußen eben auch ja.
00:11:46: Jetzt kommt noch dazu, du hast ja auch noch das Wissen und du bist selber noch, weißt du da unterwegs beruflich?
00:11:51: Und dann muss das ja irgendwie alles klappen.
00:11:55: Vielleicht ist das auch mal wieder ein Zeitpunkt zu sagen, dass es mir auch immer ganz wichtig, das sage ich auch immer vorher in den Erstgesprächen... Dass ich nicht hier sitze oder wir gar nicht, ja kann ich glaube ich dich auch mit einschließen.
00:12:08: Wir sind keine Gurus irgendwie und sagen so wie wir es machen unsere Familien sind die absoluten Vorbildern bei uns läuft alles perfekt Darum geht es auch überhaupt gar nicht, sondern eben was wir hier machen sind Räume öffnen für solche Gefühlswelten.
00:12:24: Für beide Seiten um mehr Verständnis zu bekommen weil unsere Idee ist ja es insgesamt leichter zu machen denn es gibt nie das Ende.
00:12:34: Das sage ich auch immer wieder.
00:12:36: Es gibt kein Ende dann ist alles gut Es zu integrieren, ja also die eigenen Themen und andere dass man eben sagt das sind Spiegel im Sinne von Die zeigen dir auf wo du eigene Verletzung hast oder eigene Themen hast und damit kannst du arbeiten.
00:12:51: Und es klingt dann immer viel nach Arbeit.
00:12:55: wir dürfen auch viel schöne Dinge erleben und ich finde tatsächlich eben neben den schönen Dingen Also genauso schön finde ich ist mittlerweile Wenn ich mich den schwierigen Themen öffnen kann, also mich emotional öffne kann in der Familie.
00:13:16: Das ist etwas was ich nämlich auch nicht gelernt habe und deswegen jetzt spanne ich den Bogen zurück.
00:13:22: Dass eben dieses Thema Scham ja eben auch offen darüber sprechen zu können dass eben Dinge nicht so gut klappen oder sich vielleicht eben... Nichts gut mit der einen Person, mit anderen Personen klar kommen das nicht einfach da zu öffnenden?
00:13:36: Ja aber Ehrlich gesagt ist das alles noch ein bisschen für mich jetzt auch abstrakt und vielleicht gehen wir da mal rein.
00:13:48: Ich bin selber gespannt, wo wir da landen werden aber ich bin gerne bereit, dass man so ein bisschen die Perspektive von Annika einzunehmen und mal zu spüren was da alle so mitschwingt.
00:14:06: Was meinst du?
00:14:07: Leg mal los, ich bin auch gespannt.
00:14:11: Ja also... Ich bin sieben-dreißig Jahre alt!
00:14:14: Ich habe einen Kinderwunsch und ich hab diesen Phänomenomalen, wie heißt das denn?
00:14:26: Phänominalen Mann an meiner Seite den ich total toll finde, liebe Den habe ich kennengelernt und wir haben uns verliebt.
00:14:37: Wir sind auf Wolke sieben, es ist wunderschön!
00:14:42: Und so wie ich groß geworden bin aus meinem Selbstverständnis, von meinem Herzen her ist das alles auch überhaupt kein Problem, dass er Kinder hat.
00:14:56: Die nehme ich mit offenem Herzen dazu.
00:15:02: Ein Jahr lang hatten wir eine Beziehung und die Kinder und ich, wir haben gematched.
00:15:07: Ich hatte viel Verständnis dafür, dass er seine Vaterrolle gut ausüben wollte und fand das sogar toll!
00:15:18: Und dann sind wir zusammengezogen... ...und die Kinder kommen weiterhin hin und ich bin natürlich auch beruflich mittlerweile sehr eingespannt und es funktionierte alles, aber jetzt ungefähr seit einem Jahr merke ich kommt wie so eine Ernüchterung.
00:15:41: Das bleibt jetzt so!
00:15:44: Es ist ja mein Mann oder mein Freund setzt so viel Energie frei für seine Kinder und ehrlich gesagt auch für seine Ex.
00:15:57: Und ich mag die Frau sogar, muss ich gestehen Die ist schon in Ordnung.
00:16:02: sie ist vielleicht eine etwas ängstliche Mutter oder wie auch immer aber Ich kann sie im Großen Ganzen sogar verstehen.
00:16:09: Aber was die da alles veranstalten?
00:16:12: Und ich bin immer irgendwie diejenige die natürlich dabei ist.
00:16:16: auch wichtig ist dass alles aushalten muss.
00:16:23: Und das ist interessant, war neu für mich und als ob mir so auf einmal klar geworden wäre... Das bleibt jetzt so!
00:16:35: Es gibt so ein Kinderbuch, ein wunderbares Übrigen für Kinder.
00:16:40: Das hat den Titel Wann gehen die wieder?
00:16:43: Als ob das aber auch für mich gelten würde.
00:16:48: Wann ist der Spuk wieder
00:16:49: vorbei?!
00:16:50: Ich habe jetzt genug Abenteuerurlaub Ich will mein Leben zurück.
00:16:54: Ich will an meinem Familienbild, an meinen Lebensentwurf wieder andocken, den ich mal hatte und der ist nun mal nicht mit zwei großen Kindern schon im Gepäck verbunden gewesen sondern ich wollte einen Mann kennenlernen, der mich liebt und der mit mir in ein Haus zieht eine Wohnung egal am liebsten aufs Land mit Tieren und der mit mir da heimisch wird.
00:17:25: Und natürlich, mit Kindern aber unseren eigenen.
00:17:30: Und irgendwie komme ich dann nicht mehr hin.
00:17:34: Also diese ganze Offenheit, die diese ganze Liebe, die ich habe... Die ist auch noch da!
00:17:41: Aber Ich vermisse mein Lebensentwurf und ich vermisse die Einfachkeit, die darin auch damit verbunden war Und ich vermisse diese Zweisamkeit, die sich auf eine Familie fokussiert.
00:17:59: Die unsere Gemeinsame ist und nicht die Kinder, fremde Kinder für mich.
00:18:10: Wenn ich das so sage, fremmende Kinder... ...und diese Ausschließe, dann merke ich schon, was stimmt denn nicht mit mir?
00:18:19: Es sind nun mal die Gegebenheiten des Lebens Menschen, die ihr Bestes tun und die mich auch respektieren mir einen Raum da einräumen oder Platz zuweisen wie auch immer.
00:18:34: Und ich bin nicht zufrieden!
00:18:35: Ich will anscheinend Prinzessin sein oder ich will die Exklusivität.
00:18:40: Ich will was Besonderes.
00:18:43: Da habe ich das überhaupt.
00:18:50: Das ist tatsächlich so'n Gefühl wo ich wo ich mich zu kämpfen habe, weil mein Lebensentwurf der ist ganz schön lange gereift.
00:19:02: Ich bin ja... Also ich hab Malte erst mit thirty-fünf kennengelernt und seit vierzehn spätestens hab' ich den und hatte so eine tolle Vorstellung davon um das jetzt loszulassen Funktionssystem, da irgendwie mitspielen zu müssen und so viel aushalten zu müssen.
00:19:33: Und eine Rolle spielen zu müssen die ich nie wollte mit der Ich mich echt schwer identifizieren kann das weiß ich nicht.
00:19:44: ob ich das will.
00:19:50: Ja
00:19:53: Das kann ich glaube ich gut nachvollziehen.
00:19:56: ich bin nicht in der Situation aber ich kann ja im Grunde diesen wenn man so will diese eigentlich eben neben der Scham das auszusprechen.
00:20:09: Denn ich bin ja Familienmensch, wie du gesagt hast was?
00:20:11: Ich wünsche mir Kinder sind Kinder da geht nicht.
00:20:14: jetzt ist hier Trubel und Familie ist mir zu viel und dann stelle ich mich sofort in Frage erst schön die anderen sozusagen Ja es ist auch viel Und dann mich selbst.
00:20:27: ja wie du eben schön auch gesagt hast Stimmt was mit mir nicht oder sind es doch die anderen oder das System.
00:20:38: Und ja, also ich finde ganz spannend weil dahinter und das haben wir eben ganz häufig im Leben steckt da eigentlich eine Traurigkeit über ein Leben oder jetzt wie's jetzt stattfinde dass anders geworden ist als sich mir vorgestellt habe.
00:21:00: Ich hatte vielleicht irgendwie ne Vision Hab mich eben verliebt und gedacht, das wird alles ein Riesenspaß.
00:21:08: Und es ist es nicht!
00:21:10: Und vielleicht...und das erstmal zu sagen hey weißt du?
00:21:13: Nein, du bist völlig okay.
00:21:16: Ja denn Es is ok so zu denken und es ist auch ok traurig darüber zu sein dass Du andere Erwartungen hattest oder wie du es anders vorgestellt hast.
00:21:29: Ich finde das ist auch mal irgendwie ein bisschen beruhigend zu sagen ja Wir haben uns das anders vorgestellt.
00:21:37: Und gleichzeitig möchte ich auch mitgeben, weil was wir ja auch viele Zuhörende haben die eben Kinder mitgebracht habe in der Patchwork-Familie und vielleicht auch schon eine Trennung hinter sich Denn auch viele Lebensentwürfe verändern sich Auch wenn es eben nicht Patchwork ist, auch wenn da nicht praktisch ein altes System dran hängt Weil was die Realität ist nämlich Da kommen zwei Menschen die sich erstmal lieben und wenn sie eine Familie gründen, dann wirkt ja etwas aus dem Hintergrund nämlich was Sie von Familie verstehen.
00:22:13: Und ich begleite sehr viele Männer in der Rush Hour des Lebens bis über die Trennung und ich kann dir sagen, die haben sich das auch alle anders vorgestellt und haben auch gedacht wo stehe ich denn jetzt hier?
00:22:24: Ich wollte doch der Vater werden und ich genauso.
00:22:28: damals Das habe ich mir alles anders vorgestellt.
00:22:31: Ich hab doch alles gegeben!
00:22:32: Ja, ich hab doch richtig Gas gegeben und wollte es super machen... ...und trotzdem stehst du da und merkst, dass es klappt nicht.
00:22:39: Und deswegen ist es okay um sich dann eben selbst nicht zu verurteilen, nicht zu verteufeln, zu sagen Gott weißt du?
00:22:48: Du stellst dich zu sehr an oder du müsstest noch mehr tun, sondern erst mal nur zu sagen ja das ist auch so, das habe ich mich anders vor gestellt.
00:22:56: Ich finde, es entlastet erstmal total zu sagen das ist okay so zu denken.
00:23:06: Ja ich meine allein die Tatsache dass Annika sich jetzt hier gemeldet hat oder allein die tatsache schon dass sie's aufgeschrieben hat heißt dieser Gedanke is da!
00:23:18: Ich will so nicht leben und damit hatte er einen Platz.
00:23:23: Und jetzt wäre nur die Frage, wie kommt er noch aus diesem Schambereich raus?
00:23:28: Weil wenn sie jetzt – und ich glaube da ist sie schon – versteht dass das eigentlich nichts Schlimmes ist solche Gedanken zu haben.
00:23:36: Sondern die brauchen einen Platz!
00:23:38: Die wollen auch bearbeitet, die wollen integriert werden.
00:23:42: Und die wollen natürlich, dass man da sie behandelt.
00:23:46: also wie geht man jetzt damit um?
00:23:49: Ich liebe ein Mann aber der will nicht so leben wie wir gerade leben.
00:23:53: dann würde ich jetzt als Therapeutin erst mal so hingehen, okay was braucht es jetzt um so ein anspruchsvolles Gespräch zu führen?
00:24:03: Also das kann man nicht zwischen Tür und Angeln sagen und im Übrigen sowieso sondern man müsste erstmal eine Verfassung schaffen wo man sicher gehen kann.
00:24:14: Wir haben Zeit der andere ist auch auf also fühlt sich jetzt nicht direkt durch das was ich sage angegriffen.
00:24:22: Das kann man vorbereiten, indem man nämlich dann auch sagt okay ich habe jetzt gerade was das fällt mir total schwer zu sagen und ich erzähle dir etwas über mich.
00:24:32: Das soll nichts gegen dich, gegen deine Ex, gegen die Kinder sein sondern es ist ein Gedanke der mich einfach beschäftigt und das soll so ankommen nicht als irgendwie Vorwurf oder sonst wie sondern er gehört zu mir.
00:24:51: Da braucht es, glaube ich Vorbereitung.
00:24:54: Und da würde ich auch nicht zu schnell drüber weggehen sondern immer noch mal nachfragen.
00:24:59: Mein Liebster meinst du kannst du dir das anhören?
00:25:03: was ist mit dem dass du so sehr schnell das gegen dich begreifst?
00:25:08: Können wir da Vorsorge treffen?
00:25:11: können wir uns erst nochmal verbinden?
00:25:12: vielleicht Dass sich das sagen kann ohne dass es dich direkt trifft und wir in Distanz gehen?
00:25:21: Das ist wahrscheinlich die Hauptherausforderung.
00:25:26: Das finde ich total großartig, weil da spüre ich warum, weil ich da sofort Resonanz spüre und das auch sehr gut kenne.
00:25:34: Ich kann das immer bis zum gewissen Grad ganz gut.
00:25:37: solche Gespräche selbst wenn wir auch wenn wir Themen haben und dann kommt bei mir kommt dann häufig ein Punkt wo ich merke es geht gegen mich meine Vaterrolle und gegen die Kinder.
00:25:49: Und wenn das passiert, dann schaffe ich es meistens auch zu sagen, okay.
00:25:54: Ich brauche hier ein Break.
00:25:56: Die Frage ist immer in unserer eigenen Beziehung ob meine Frau auch gut damit klarkommt dass ich in dem Moment Break brauche weil sie eben selber ja auch gerade dabei ist.
00:26:06: und jetzt geht's aber nicht um dich sondern es geht ja um mich Ja?
00:26:10: Aber ich merke in mir kommt es eben hoch.
00:26:11: Das sind so spannende Themen wo man mit Umgehen lernen darf.
00:26:18: In mir darf was hochkommen, wir dürfen aber so machen.
00:26:20: Weil mich das eben trotzdem ja Schmerzen darf irgendwie weil in mir ja auch noch Themen sind nicht mehr keine Maschine und sie auch.
00:26:28: Moment!
00:26:30: Aber es ist sagst du ja etwas sehr Wichtiges.
00:26:32: um wen geht es jetzt?
00:26:37: Wenn Annika sich öffnet und quasi also vielleicht hilft sind solche Gedanken auch wenn die in erster Linie oder auf den ersten Blick her so schwierig sind, gemein oder wie auch immer negativ.
00:26:53: Wie man das bewerten würde?
00:26:55: Ich würde es nicht so bewerten sondern im Gegenteil ich würde sagen alles was scharmbehaftet ist hat auch birgt eine Chance in sich.
00:27:04: ja die muss man nun mal erst erkennen.
00:27:08: und dass uns das so behandeln wie vielleicht ein Schatzkästchen Und ich zeige nicht jedem, schon gar nicht wenn er keine Zeit hat oder wenn er dabei ist da reinzugreifen und sich das nehmen zu wollen.
00:27:20: Und gegen sich verwenden zu wollen dem zeige ich erst gar nicht mit meinen Schatzkästchen.
00:27:25: also muss ich erstmal gucken okay mein Liebster bist du bereit kannst du dich so gerade regulieren dass es nur um mich gehen darf Und nicht gegen dich.
00:27:38: Also das muss ich wirklich so schön, dass du das ... Das ist tatsächlich mit der wichtigste Schritt.
00:27:45: Wenn man es schafft dabei verbunden zu bleiben wenn jetzt diese Schatzkästchen geöffnet wird und da liegt nun mal dieser Satz drin Ich will so nicht leben!
00:27:58: Ich liebe Dich und ich will so Nicht Leben!
00:28:01: Dann hat man Natürlich ist das irgendwie wirft das Fragen auf.
00:28:09: Es macht vielleicht traurig, es ist keine Ahnung.
00:28:13: Verwirrung Wut alles liegt da drin und gleichzeitig ist das vielleicht der Ursprung zur Entwicklung.
00:28:23: Auf jeden Fall
00:28:25: Ja weil damit ist ja auch die Frage verbunden wie willst du denn leben?
00:28:33: Und ich brauche auch in diesem fall Annika Vielleicht auch noch nicht die Lösung.
00:28:38: Ich meine, es ist schön wenn sie vielleicht schon hat aber sich dann die Gedanken zu machen da kann man aber auch die Fragen offenzustellen verstehe ich auch.
00:28:46: Es wäre eine schöne Nachfrage Wenn ich wirklich bei in dem Fall wenn ich jetzt bei Annika bleibe als ihr Partner also als Malte Dann bin ich interessiert und frage ah okay Also wie stellst du es dir denn vor?
00:29:00: Und ich weiß dass das brutal hart klingt sehr idealistisch Dass ich hier die ganze Zeit zuhör und dann nochmal Frage Krass, ja okay erzähl mal was stört dich denn?
00:29:09: und bei all dem was ich eben was in einem alten leben vermisst dann frage wie stellt sie den familienleben vor.
00:29:16: Ich glaube es ist sehr schwer aber es wäre eben wenn ich das schaffe um diesen neutralen spektrum zu bleiben genauso wie du gesagt hast denn es geht anika.
00:29:25: in dem fall erzählt ihr jetzt hier von sich Es hat nichts mit Malte zu tun, mit mir zu tun.
00:29:33: Dass ich schlecht bin und was falsch mache!
00:29:35: Denn sie liebt mich in der Rolle als Vater Und Sie kann das alles sehen und trotzdem kann sie etwas vermissen.
00:29:44: Ja auch das kenne ich sehr gut und es ist ein kleines blödes Beispiel im Moment.
00:29:48: aber vielleicht um da einfach nur ein Beispiel zu nennen Ich merke es im Moment sind ja sommerliche Temperaturen bei euch Und ich habe früher mein halbes Leben Volleyballer gespielt und jetzt fang meine Kinder damit an zu spielen.
00:30:00: Und schon sehe ich mich, und ich bin fünfzig oder ich werde dieses Jahr fünfzig.
00:30:05: Und mir tut alles weh, wenn ich einmal mit den Kindern spiele.
00:30:07: Und dann denke ich so, weißte wie du früher im Sand gestanden als Beach-Volleyball?
00:30:10: Das war alles toll!
00:30:12: Ja und es ist vielleicht was anderes.
00:30:14: Und trotzdem das ist ja auch sowas.
00:30:15: Es darf ja sein deswegen bin ich ja nicht schlechter oder irgendwie.
00:30:19: aber auch da weiße ich sehen nämlich nach etwas, was früher war.
00:30:24: Schön.
00:30:25: und deswegen, das ist ja ein Anhaltspunkt jetzt hier für Annika zu sagen.
00:30:29: Ich möchte dir davon erzählen was ich für Gedanken habe wie ich mir Familie vorstelle weil ich habe dich und uns gesehen als Paar Und eine andere Familie.
00:30:38: die Realität ist etwas anderes.
00:30:41: Lass uns darüber weiter in Kontakt bleiben.
00:30:44: das heißt ja nicht automatisch Achtung liebe Männer dass ihr jetzt oder in dem Fall Malte ne Lösung dafür finden muss dass Annika die Familie bekommt, die sie sich wünscht.
00:30:57: Dass du alles ändern musst!
00:30:59: Dass du falsch bist!
00:31:01: Das ist eben nicht Teil dieses Gesprächs jetzt sondern erst mal nur... ...die Situation wie sie ist und was Annika fühlt.
00:31:10: Und ich glaube das ist so wichtig das voneinander zu trennen.
00:31:13: und das ist schon brutal hart für viele aber da entstehen ja die meisten Streitigkeiten weil wir beziehen es auf uns.
00:31:19: Sie sagt etwas über mich aus.
00:31:21: in dem Fall würde ich als Malte denken Du sagst, ich hab hier alles jetzt nach drei Jahren.
00:31:25: Sagst du mir?
00:31:27: Ich mach das falsch!
00:31:28: Ich kann meine Kinder nicht erziehen mit meiner Exfunktion.
00:31:31: Das ist eigentlich doch alles cool.
00:31:33: Was machst du für ein Drama bitte?
00:31:35: Ja, so könnte ich genauso reagieren.
00:31:37: ja.
00:31:38: Eigentlich haben wir alles.
00:31:40: Es ist eigentlich sowas wo man jetzt merkt Annika ist an einem Punkt ihr gefällt das Leben nicht und Man muss ja schon sagen, dass es eigentlich funktioniert.
00:31:54: Also die Sündenbock-Strategie der Mann ist schuld, die Exis schuld und die Kinder sind schuld.
00:32:00: Das alles funktioniert nicht weil sie sagt, die sind eigentlich alle in Ordnung.
00:32:05: Jetzt bleibt noch die Patchwork Konstruktion.
00:32:09: Die is schuld Und das kann natürlich auch sein.
00:32:12: Das haben wir ja auch schon öfter gesagt.
00:32:14: Es gibt eine Patchwork-Konstruktion Ist wie ein Sieb was an Persönlichkeitsmustern ruttelt.
00:32:23: Und wenn man sehr perfektionistisch ist, dann in einem Patchwork-Alltag kriegt man das nicht hin.
00:32:32: Wenn man sehr
00:32:34: schuldbehaftet
00:32:36: ist... In dem Patchwork Alltag kriegte man es nicht hin diese Schuld loszuwerden indem man immer wieder alles gut macht.
00:32:43: Das heißt Es ist wirklich eine Prüfung könnte man ja so sagen wo man an seine eigenen Persönlichkeitsmuster auf jeden Fall gelangt und guckt, komme ich damit klar.
00:32:57: Und das ist ja auch das, weshalb wir immer sagen, Patchwork-Familien ist schon eine Herausforderung in Persönlichkeitskoaching was man annehmen können muss oder will, weil damit ist eine Persönlichesentwicklung verbunden.
00:33:14: Um jetzt wieder auf Annika zurückzukommen sie wo sie diesen, was Sie ja beschreibt.
00:33:22: Zehn Jahre lang hatte sie einen Lebensentwurf, wusste genau, was sie möchte.
00:33:28: und dieser Lebensentwurf der ist mit Sicherheit nicht falsch nur von dem muss sich jetzt erstmal verabschieden weil die Gegebenheiten sich geändert haben.
00:33:42: das nennt man auch Leben.
00:33:44: Ja da kommt der Mann Der hat zwei Kinder funktioniert dieser Lebensentwurf nicht, aber dieser Lebensentswurf bis der bewusst ist und das ist genau die Stelle wo sie gerade ist.
00:33:56: Der wird so bewusst ich wollte doch was ganz anderes oder ich will etwas anderes!
00:34:00: Und was habe ich jetzt?
00:34:02: Der Abgleich mit der Realität, der dann automatisch dazu führt dass man sich von einem von beiden verabschieden muss entweder vom Lebensentwurf den man hatte realen Situation, die man gerade hat.
00:34:20: In meinem Buch beschreibe ich das mit dem in dem Kapitel Mann um Mann.
00:34:23: wieso tue ich mir das alles an?
00:34:26: und Das ist sozusagen wie so ein Entwicklungsschritt den man macht wo man wirklich eine lebenswichtige Entscheidung trifft.
00:34:37: Und wenn die Liebe jetzt hier wie bei Annika und Malte so groß ist und sie sich Also ich will das nicht bewerten.
00:34:47: Es gibt ja zwei Möglichkeiten, weder verabschiedet sie sich von dem Lebensentwurf und den Fall würde ich jetzt gerade mal schildern dann akzeptiert sie die Realität, die Kinder.
00:34:59: Und dann heißt es aber noch nicht dass ihr Gedanke so will Ich Nicht Leben Jetzt Absolät wäre und Sie jetzt einfach soweit machen muss wie bisher sondern Dann Steht Die Herausforderung an Was für Spielräume haben wir denn jetzt?
00:35:19: Wie wollen wie unser Leben mit diesen Kindern, die schon da waren oder da sind gestalten.
00:35:26: Wie leben wir Familie neu?
00:35:28: Wie kriege ich einen neuen Familienentwurf?
00:35:32: Lebensentwurf.
00:35:37: Ich finde das ist ja viele von den Dingen, die ich auch hätte sagen wollen hast du im Grunde schon gesagt und vielleicht kann man es auch noch mal in sofern wieder zuspitzen.
00:35:48: Auch das haben wir sehr häufig gesagt, auch das beschreibst du in dem anderen Buch nämlich das Patchwork über die paar Ebenen gelingt.
00:35:58: Über was sie jetzt eben starten können sich damit auseinandersetzen.
00:36:03: Das ist ja das was Annika mitbringt und vorher hat sie sich aufgeopfert oder wie auch immer vielleicht auch nicht.
00:36:09: Vielleicht sind sie einfach irgendwie zusammengewachsen.
00:36:12: Blasen, diese Träume die platzen könnte ich jetzt auch hinterfragen.
00:36:18: Woher kommen denn diese Erwartungen?
00:36:20: Ja vieles was wir ja in unsere Ideen Familie wenn wir rausgucken.
00:36:25: und die Realität ist das eine andere von dem was uns zum Beispiel Hollywood ja sagt wie Familie geht.
00:36:30: Aber etwas was uns sehr prägt oder Disney muss man ja auch mal sagen.
00:36:34: deswegen will hier niemanden anprangen nicht dass sich mir eine Klage einander aber eben zu sagen die Realität ist eben anders Und auch das möchte ich hier nochmal in den Zimmern sagen.
00:36:44: Auch in Kernfamilien, weil da gibt es die Mutter von ihm sozusagen reden wir immer wieder darüber.
00:36:55: Weißt du dass du da keine gute Beziehung hast?
00:36:56: Deine eigenen Eltern... Das ist ja nicht so, dass alles immer rosa rot, damit will ich's nicht abschmelern!
00:37:03: Ich möchte eben nur sagen, auch da wünschen wir uns häufig was anderes haben und andere Ideen.
00:37:10: Insofern möchte ich jetzt vielleicht Mut machen, in Sinne über die Paarebene zu sagen da kann man Gestalten und Gestaltungsräume aufmachen wie du eben gesagt hast.
00:37:20: Und auch noch, jetzt gewürzt ein bisschen spiritueller das Universum hat euch ja zusammengeführt.
00:37:27: also insofern hat es ja irgendwie die Idee gehabt dass Du in der Lage bist das zu wuppen diese Persönlichkeitsentwicklung anzunehmen und diesen Weg zu gehen.
00:37:39: Ja, wenn du jetzt merkst ist es doch nicht.
00:37:41: Ist okay aber du hast dann auch ja dein Lernfeld gehabt sozusagen.
00:37:44: Wenn du endlich entscheidest das ist auch keine Flucht.
00:37:48: In dem Sinne von Du kannst ja immer entscheiden und das ist ja das Schöne denn wer?
00:37:52: viele hier draußen fühlen sich ja ohnmächtig in der Situation Denn wie gesagt Es sind die Exes, es sind die Kinder, denn mein Partner ich kann das alles nicht steuern dass erstmal anzunehmen ist schon so wo missed.
00:38:05: Aber ich kann selbst entscheiden, möchte ich das Form nämlich unser neues Leben und heißt es dass in der nächsten Woche oder zwei Wochen sich verändert?
00:38:13: Nein.
00:38:14: Aber wir können im Gespräch bleiben, im Dialog und gemeinsam gestalten.
00:38:18: oder ich kann selber entscheiden und ihm sagen Ich möchte diesen Entwurf mit jemand anders oder weiter suchen Und dann muss ich aber auch eben die Konsequenzen tragen oder die Verantwortung dafür übernehmen.
00:38:30: Das ist auch legitim Und vielleicht gibt es auch noch Lösungen dazwischen, die die meisten Menschen nämlich wählen.
00:38:37: Irgendwie dazwingen zu hangeln aus Angst was auch okay ist und in so einem Niveau lösen Zustand zu bleiben weil man es ja nicht alles schwarz und weiß.
00:38:46: aber ich möchte zumindestens hier den Mut aussprechen sagen hey man kann das gestalten
00:38:53: Genau.
00:38:54: Und es ist überhaupt kein Fehler oder jetzt ein Versagen, wenn man feststellt okay ich liebe diesen Mann zwar aber ehrlich gesagt in mein Alltag vor meiner oder vor meinem Hintergrund, mit meiner Biografie.
00:39:12: Mit meinen Plänen, mit meinen ehrgeizigen oder auch weniger ehr geizigen Entwürfen.
00:39:19: Es passt einfach nicht dass ich da Patchwork lebe.
00:39:24: dann ist das eine klare Entscheidung und waschei also für mich sehr verständlich und auch wie du aussaat legitim.
00:39:35: Und dann geht der Weg woanders lang Und es muss nicht heißen, dass der schlechter besser oder sonst wie.
00:39:41: Sondern es gibt so viele Möglichkeiten das Leben zu gestalten.
00:39:48: Wichtig wäre für mich nur, dass man die Verantwortung spürt.
00:39:53: ich habe da ein Hebel in der Hand Ich kann gestalten und selbst weiß noch in so scheinbar festgelegten Familienkonstruktion wenn ich mit meinem Partner diese Verbindung spüre und man jetzt davon ausgehen könnte, dass Liebe auch frei macht.
00:40:17: Dann liegt genau darin wie du sagst in der Paar-Ebene dieses Geheimnis.
00:40:26: Das ist alles andere als einfach das weiß ich selber.
00:40:29: es weiß sich aus so vielen Jahren jetzt.
00:40:32: Patchwork Ja, ich muss jetzt so lachen.
00:40:42: Das muss ich eben erzählen weil ich gestern Abend noch bei Freunden war und die mir ein Video gezeigt haben von Harpe Kerkeling mit Ev hier von Dampen.
00:40:56: Und das heißt Liebe ist Arbeit Arbeit Arbeit!
00:41:00: Und das habe ich mir angeguckt und da musste ich jetzt gerade daran denken.
00:41:04: Es ist.
00:41:05: aber es ist ja so dass man, wenn man diese Verbindung hat dann kann daraus alles mögliche werden.
00:41:13: Aber man muss den Gestaltungswillen ernst nehmen und dann einfach vielleicht auch immer nur Schritt für Schritt gehen?
00:41:27: Ja ich würde gerne noch mit dem abschließenden Gedanken aus eigener Erfahrung ganz frische eigene Erfahrungen beschließen also zumindest von meiner Seite nämlich Auch wenn ich es eben weiß, man kann das anstrengend finden.
00:41:41: Man kann die Ex-Anstrengenden finden wie auch immer oder die Kinder, die Konstellation und das darf wahr sein und da kann ich aus meinem Leben genauso erzählen ja?
00:41:50: Es gibt einen Moment der wo ich sie liebe und groß im Großen und Ganzen bedeutet ist auch viel Arbeit ja.
00:41:57: Und dann kommt denn auf einmal gestern Die Stieftochter der Bonus Tochter und erzählt ihre Mama die eben auch angespannt ist, hat jetzt irgendwie vielleicht ein bisschen Streit und darüber gesprochen wie sie sich fühlt.
00:42:14: Und dann ihre Tochter sagt Mama ich weiß gar nicht was du hast das ist doch großartig.
00:42:20: bei uns.
00:42:20: wir fühlen uns sowohl ich fühle mich so wohl ja es ist so toll unsere Familie ist die beste es kommen so viele Menschen zu uns.
00:42:28: ja unsere Freunde wie auch immer die lieben das bei uns haben so eine tolle Familie Und das sind dann so diese Momente, wie man vielleicht zu klassisch sagt.
00:42:36: Es geht denn so runter was schön ist.
00:42:39: aber eben die Wahrnehmung kann in diesem Fall mit Teenager und wie auch immer es kann alles anstrengend sein.
00:42:45: Aber wenn wir darüber reden sagen sie ja es ist auch vielleicht anstregen ich liebe das Leben so wie es eben ist.
00:42:53: Das ist doch großartig.
00:42:54: Manchmal sehen wir die gar nicht vielleicht die Perspektive weil wir aus unseren Augen immer nur sehen Die räumen die Sachen nicht weg, die sind typisch so.
00:43:01: Die machen das, sie machen jenes und grundsätzlich haben Sie aber auch vielleicht eben eine ganz andere Perspektive.
00:43:09: Wir teilen sie einfach nur
00:43:10: nicht.".
00:43:11: Und das ist das Wichtige, eine andere Perspective darauf zu haben, andere Kriterien mitzubekommen?
00:43:19: Das ist der Punkt wo oft unsere unbewusst alten Leitbilder wieder reinkommen wie du sagst... Also was ist das für ein Kriterium, ob es aufgeräumt ist oder nicht?
00:43:32: Ich weiß nicht woher das bei dir kommt.
00:43:35: Aber manchmal ist es so die Familie wir alle für immer zusammen aber in der Patchwork-Familie wenn man's einmal geschafft hat zu verstehen okay jeder darf auch seiner eigenen Wege gehen und es muss nicht immer jeder Urlaub zusammen sein oder man muss nicht mal auf alle feste alle Mann mithin sondern es darf jede Beziehungskonstellation, jedes Bedürfnis darf auch seinen eigenen Platz haben.
00:44:03: Und wie schön ist das dann wenn man dann zusammenkommt und sich davon erzählt?
00:44:07: Weil dann hat man genau diese Situation die du erzählt hast.
00:44:10: Die sagen kommen so viele Menschen, so viele Perspektiven rein!
00:44:14: Das ist die Fülle der Reichtum.
00:44:17: Also gut wir sind beide ja auch Verfechter oder glauben an die Patchwork-Familie dass es gelingen kann.
00:44:24: insofern Kann ich mich da auch sehr für begeistern?
00:44:29: Ja und das ist schön.
00:44:31: Ich glaube, dass können wir einfach so stehen lassen und zusätzlich ergänzen mit... Auch da ist es so von einem Freund der Freund wo sich die Eltern trennen Und der gesagt hat weißt du was?
00:44:47: Ich bin ganz okay damit Denn ich sehe aber euch Dass das ja auch ganz schön sein kann Was dann vieles Neues dazukommt Und das ist vielleicht auch, kann auch mit einem Ansporn sein.
00:44:58: Weißt du?
00:44:59: Du musst es nicht für die anderen gut machen bitte nicht.
00:45:01: Ja fangt bei euch selber an aber trotzdem manchmal spürt man das irgendwie vielleicht gar nicht oder sieht nicht was man da lebt und zeigt und wenn auf andere das dann vielleicht zu wirken kann sagen so ja ich glaube Ich glaube, das ist gar nicht so tragisch.
00:45:17: Sondern es kann eben auch schön werden und viele neue Menschen dazukommen die mich wieder bereichern.
00:45:22: Und vielleicht können wir eben genau mit diesen liebevollen und würdigen Gedanken schließen und gleichzeitig sagen es dürfen alle anderen auch Platz haben und ja vielleicht nehmt ihr das da draußen mit Und hoffentlich habt ihr euch auch jetzt resonierte Einiges und ein paar schöne Impulse.
00:45:42: Kann ich mir gut vorstellen, um mal ins Gespräch zu gehen und für sich ein paar Gedanken zu machen.
00:45:47: Ja bisschen anders glaube ich als sonst aber trotzdem ich finde es sehr schön.
00:45:51: also in diesem Sinne ganz viel Liebe geht raus und euch noch einen schönen Tag und dann bis ganz bald!
00:45:59: Alles Gute.
00:46:00: bis dann ciao wir hoffen Die hat die Folge gefallen und du kannst die Inhalte
00:46:08: für dich
00:46:09: und deine Situation nutzen.
00:46:11: Alle Informationen zu dieser Folge, natürlich auch zu Katharina und mir findest du in den Shownots.
00:46:17: Wir freuen uns wenn ihr den Podcast abonniert eine Bewertung und ein Kommentar hinterlässt Und wenn du glaubst dass dieser Podcast auch anderen Menschen aus deinem Umfeld helfen kann empfehle ihn noch gerne weiter und wir machen die Welt gemeinsam zu einem besseren Ort.
00:46:33: Du hast ein Thema für uns Dass wir unbedingt im Podcast besprechen sollten, dann schreibt mich gerne an unter postedoliver-panzau.com und schildere mir deine Situation.
00:46:45: ordentlich.
00:46:45: melde ich bei dir.
00:46:47: Dir jetzt noch einen wundervollen Tag oder Abend und denke mal daran du bist nicht allein!
00:46:52: Seid neugierig, sprecht über eure Bedürfnisse, seid geduldig und gestaltet euer Familienleben gemeinsam.
00:47:00: viel Spaß beim Umsetzen.
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